Jä­ger ver­spricht den Städ­ten Nach­zah­lung für Flücht­lin­ge

Rheinische Post Goch - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

AA­CHEN (hüw) Das Land stellt den Kom­mu­nen zu­sätz­li­che Mit­tel für die Un­ter­brin­gung der Flücht­lin­ge in Aus­sicht. Vor dem Städ­te­tag NRW in Aa­chen be­ton­te In­nen­mi­nis­ter Ralf Jä­ger (SPD), es wer­de wei­te­re fi­nan­zi­el­le Hil­fen ge­ben, wenn die Zahl der Flücht­lin­ge in die­sem Jahr hö­her aus­fal­le als pro­gnos­ti­ziert. Die Nach­zah­lung sol­le noch in die­sem Jahr für die Städ­te und Ge­mein­den „kas­sen­wirk­sam“wer­den.

Der­zeit kom­men laut Jä­ger bis zu 1500 Flücht­lin­ge pro Wo­che nach NRW. Im vo­ri­gen Jahr sei­en es bis zu 16.000 ge­we­sen. Ins­ge­samt ha­ben die NRW-Kom­mu­nen 2015 rund 217.000 Flücht­lin­ge auf­ge­nom­men. Wie sich die La­ge jetzt ent­wi­ckeln wer­de, sei nicht ab­zu­se­hen; er rech- ne aber da­mit, dass sich die Zah­len des Vor­jah­res ver­ste­ti­gen wer­den.

Der neue Vor­sit­zen­de des Städ­te– tages NRW, der Bie­le­fel­der OB Pit Clau­sen (SPD), warn­te da­vor, vor al­lem die Stär­kungs­pakt-Kom­mu­nen zur Er­hö­hung von Grund- und Ge­wer­be­steu­ern zu zwin­gen, um die Aus­ga­ben für die Asyl­be­wer­ber ge­gen­zu­fi­nan­zie­ren. „Das wür­den wir in der Stadt­ge­sell­schaft nicht aus­hal­ten“, sag­te Clau­sen.

Jä­ger sag­te, dass Asyl­be­wer­ber, die kei­nes Schut­zes be­dürf­ten, das Land ver­las­sen und not­falls ab­ge­scho­ben wer­den müss­ten. In sei­ner „Aa­che­ner Er­klä­rung“be­tont auch der Städ­te­tag, dass die­se Men­schen „kon­se­quent in ih­re Her­kunfts­staa­ten zu­rück­ge­führt wer­den“.

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