Schö­ner wohnen am Nie­der­rhein

Rheinische Post Goch - - EXTRA IMMOBILIENMARKT - VON MAT­THI­AS VON AR­NIM

Die Nach­fra­ge nach Im­mo­bi­li­en ist auch am Nie­der­rhein in den letz­ten Jah­ren an­ge­stie­gen. Al­ler­dings sind die Prei­se nicht so deut­lich ges­ti die sich zur Ver­an­stal­tung „RP im Dia­log – Im­mo­bi­li­en­markt am Nie­der­rhein“, An­fang April bei der Rhei­ni­schen Post in Düs­sel­dorf tra­fen, z

„Un­se­re Ge­gend ist schön“, sagt Wolf­gang Spreen, Land­rat des Krei­ses Kle­ve. „Die Häu­ser sind schön. Und sie sind preis­wert“, er­gänzt Spreen mit ru­hi­gem, un­auf­ge­reg­tem Ton und ei­nem freund­li­chen, zu­frie­de­nen Lä­cheln im Ge­sicht. Kein Wun­der: Au­ßer­halb der Bal­lungs­zen­tren mit ih­rem Lärm, den no­to­risch ver­stopf­ten Stra­ßen und ih­rer Park­platz­not lässt es sich zu­wei­len gut le­ben – wenn die Rah­men­be­din­gun­gen stim­men. Am Nie­der­rhein, vor al­lem im Kreis Kle­ve, ist das der Fall. Rund 70 Pro­zent der Häu­ser in Spreens Land­kreis sind Ein­fa­mi­li­en­häu­ser, die sich har­mo­nisch in die Land­schaft fü­gen. Die Hek­tik ver­flüch­tigt sich beim schwei­fen­den Blick in die nie­der­rhei­ni­sche Flä­che. Man hat Platz hier. Das hat sich her­um­ge­spro­chen.

Die 15 Ex­per­ten aus Spar­kas­sen, Volks­ban­ken und Im­mo­bi­li­en-Di­enst­leis­tern vom Nie­der­rhein, die sich An­fang April in Düs­sel­dorf im 14. Stock­werk des Ver­lags­hau­ses der Rhei­ni­schen Post in Düs­sel­dorf zu „RP im Dia­log – Im­mo­bi­li­en­markt am Nie­der­rhein“ver­sam­melt ha­ben, um über die Per­spek­ti­ven ih­rer Re­gi­on zu dis­ku­tie­ren, be­kla­gen al­ler­dings mitt­ler­wei­le ei­nen Man- gel an Bau­grund und Im­mo­bi­li­en. Zu der Ver­an­stal­tung hat­te die Rheinische Post ge­mein­sam mit der Wirt­schafts­för­de­rung Kreis Kle­ve ein­ge­la­den. „Die Nach­fra­ge ist spür­bar schnel­ler ge­stie­gen als das An­ge­bot. Des­halb su­chen wir im- mer Häu­ser und Woh­nun­gen, die zum Ver­kauf an­ge­bo­ten wer­den“, sagt Ru­di van Zog­gel, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Sparkasse Kle­ve. Man sieht es der Ge­gend mit ih­ren aus­ge­dehn­ten Agrar­flä­chen auf den ers­ten Blick tat­säch­lich noch nicht an: Der Häu­ser­markt in der Re­gi­on boomt. „Im­mer mehr Städ­ter, die an den ge­stie­ge­nen Im­mo­bi­li­en­prei­sen in den Bal­lungs­zen­tren ver­zwei­feln, zieht es vor die To­re der gro­ßen Städ­te“, sagt Gregor Rei­nen von der Sparkasse Em­me­rich-Rees. Der Kreis Kle­ve bie­tet den Stadt­flüch­ti­gen Per­spek­ti­ven – manch­mal zu­nächst nur als Pend­ler oder Ka­pi­tal­an­le­ger. Doch nicht we­ni­ge der Zu­ge­zo­ge­nen und Käu­fer schlie­ßen ih­re neue Hei­mat schnell ins Herz und ver­la­gern ih­ren Le­bens­mit­tel­punkt ganz in die Re­gi­on. „Der Kreis Kle­ve bie­tet ei­ne at­trak­ti­ve In­fra­struk­tur, ei­ne wach­sen­de Wirt­schafts­kraft und ein le­ben­di­ges So­zi­al­ge­fü­ge“, sagt Jo­han­nes Janhsen, Vor­stand der Volks­bank an der Niers in Gel­dern. „Wäh­rend an­de­re Land­krei­se un­ter dem Weg­zug von Ein­woh­nern lei­den, wächst die Ein­woh­ner­zahl im Land­kreis Kle­ve“, so Janhsen. Ge­prägt ist der Im­mo­bi­li­en­markt am Nie­der­rhein al­ler­dings in ers­ter Li­nie von den Men­schen, die hier le­ben. Sie ma­chen nach wie vor das Gros der Käu­fer aus. Das schlägt sich auch spür­bar im Ar­beits­markt nie­der. Mehr als sie­ben Pro­zent der Be­schäf­tig­ten in der Re­gi­on ar­bei­ten mitt­ler­wei­le im Bau­ge­wer­be. Dar­auf weist Hans-Josef Kuy­pers, Ge­schäfts­füh­rer der Wirt­schafts­för­de­rung Kreis Kle­ve Gm­bH, hin. Zum Ver­gleich: In Nord­rhein-West­fa­len liegt der Durch­schnitt bei knapp un­ter fünf Pro­zent. „Wir ha­ben ein gro­ßes Ein­zugs­ge­biet, von Nim­we­gen bis hin nach Xan­ten“, sagt Jür­gen Schröter, Ge­schäfts­füh­rer der Vo­ba Im­mo­bi­li­en-Cen­ter Gm­bH in Kle­ve.

Die Käu­fer und Bau­her­ren sind nicht nur Ei­gen­nut­zer, son­dern auch An­le­ger, die un­ter an­de­rem auch von zu­neh­mend stu­den­ti­schem Zu­zug pro­fi­tie­ren. Seit der Er­öff­nung im Win­ter­se­mes­ter 2009/10 zieht die Hoch­schu­le RheinWaal mit ih­ren 25 Ba­che­l­or­und zehn Mas­ter­stu­di­en­gän­gen Lehr­kräf­te und Stu­den­ten an. Mehr als 6000 Stu­die­ren­de aus 107 ver­schie­de­nen Na­tio­nen be­völ­kern nicht nur Hör­sä­le und Bi­b­lio­the­ken, son­dern su­chen auch im­mer mehr Wohn­raum rund um Kle­ve. „Stu­den­ti­sches Wohnen ist für die Im­mo­bi­li­en­bran­che und auch für uns als Mak­ler, Fi­nan­zie­rer und Pro­jekt­ent­wick­ler ein im­mer wich­ti­ge­res The­ma“, be­stä­tigt Andre­as Me­der, Lei­ter des Im­mo­bi­li­en­cen­ters der Sparkasse Kle­ve.

Schon jetzt ist zu spü­ren, dass sich das Stadt­bild lang- fris­tig ver­än­dern wird – nicht nur we­gen der Stu­den­tenknei­pen. „Frü­her wur­den vor al­lem Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­ser ge­baut. Jetzt be­glei­ten wir als Bau­trä­ger im­mer mehr Ge­schoss­bau­ten. Das liegt na­tür­lich auch dar­an, dass mehr­ge­schos­si­ge Häu­ser als Ver­mie­tungs­ob­jek­te ren­ta­bler sind“, er­klärt Hol­ger Zit­ter, Vor­stand der Volks­bank Em­me­richRees.

Dass im­mer mehr Ka­pi­tal­an­le­ger die Re­gi­on für sich ent­deckt ha­ben, be­stä­tigt auch Udo Gron­dow­ski, Vor­stand der Vo­ba Im­mo­bi­li­en eG in Goch. „Un­ser Be­stand an Ge­brauch­t­im­mo­bi­li­en ist in den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren suk­zes­si­ve

Die Men­schen, die hier le­ben, ma­chen nach wie vor das Gros der

Käu­fer aus

Ex­per­ten von Spar­kas­sen, Volks­ban­ken und Im­mo­bi­li­en-Di­enst­leis­tern tausch­ten sich bei der Ver­an­stal­tung „RP im Dia­log – Im­mo­bi­li­en­markt am Nie­der­rhein“An­fang April bei der Rhei­nisch

Sehr de­tail­liert gin­gen die Ex­per­ten auf die Im­mo­bi­li­en­märk­te und die Per­spekt Auch über ge­setz­li­che Auf­la­gen tausch­ten sich die Ex­per­ten aus.

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