Köln: Pferd spa­ziert an Wa­che vor­bei

Rheinische Post Goch - - NORDRHEIN-WESTFALEN - VON TIM SPECKS

Das Tier hat­te sich aus der Box be­freit. Im Sau­er­land büx­ten zwei Kän­gu­rus aus.

KÖLN/MARS­BERG Da steht ein Pferd auf der Stra­ße: Köl­ner Po­li­zis­ten ha­ben in der Nacht zu ges­tern ei­nen her­ren­lo­sen an­da­lu­si­schen Hengst ent­deckt, der an der Wa­che in KölnKalk vor­bei spa­zier­te. Ge­gen 1.30 Uhr hat­ten Po­li­zis­ten drau­ßen Huf­ge­räu­sche ver­nom­men und dar­auf­hin das Pferd ent­deckt. Es stell­te sich her­aus, dass es zur En­tou­ra­ge der Pfer­de-Show Apas­sio­na­ta ge­hört, die der­zeit in der Dom­stadt gas­tiert. Der Hengst war aus sei­ner Box aus­ge­bro­chen und hat­te sich zu ei­nem Spa­zier­gang durch das nächt­li­che Köln auf­ge­macht.

Ein Tier­be­treu­er der Show, die in der na­he­ge­le­ge­nen Lan­xess-Are­na prä­sen­tiert wird, schloss den Be­am­ten ge­gen­über zu­nächst aus, dass der Hengst zu Apas­sio­na­ta ge­hört. We­nig spä­ter tauch­te er je­doch wie­der auf der Wa­che auf und gab an, das Pferd sei aus der Tief­ga­ra­ge der Are­na ge­lau­fen. Dort wer­den die Tie­re wäh­rend des Gast­spiels in Köln in Pfer­de-Bo­xen ge­hal­ten. „Das Pferd hat sich ge­gen die Rück­wand sei­ner Box ge­lehnt. Ver­mut­lich hat sich ein Bol­zen ge­löst, so dass die Rück­wand ge­öff­net war und das Tier aus­bre­chen konn­te“, er­klär­te Si­ri My­li­us, Spre­che­rin der Show. An­schlie­ßend sei Tri­gue­no El Es­tri­bo, so der Na­me des elf­jäh­ri­gen Hengs­tes, ge­müt­lich 600 Me­ter bis zur Wa­che spa­ziert. Üb­li­cher­wei­se wer­den die Show-Pfer­de von ei­ner Stall­wa­che be­auf­sich­tigt. Ver­mut­lich ha­be die­se vom Aus­bruch nichts mit­be­kom­men, so die Spre­che­rin. Der Tier­be­treu­er führ­te den un­ver­letz­ten Hengst schließ­lich zu­rück zur Are­na.

In Mars­berg wur­de am frü­hen Frei­tag­mor­gen ge­gen vier Uhr ein Kän­gu­ru von ei­nem Pkw über­fah­ren und ge­tö­tet. Drei St­un­den spä­ter wur­de die Mars­ber­ger Po­li­zei we­gen des Funds ei­nes wei­te­ren Kän­gu­rus ge­ru­fen – es stand an ei­ner Bus-Hal­te­stel­le. Ge­mein­sam mit dem ver­stän­dig­ten Hal­ter konn­te das Tier zu­nächst auf ei­ne na­he ge­le­ge­ne Wei­de ge­bracht wer­den. Dort wur­de es mit meh­re­ren Hel­fern ge­gen 10.30 Uhr ein­ge­fan­gen. Dem Tier­hal­ter ge­hört auch das Kän­gu­ru, das zu­vor ge­tö­tet wor­den war.

FOTO: PO­LI­ZEI

Zwei Po­li­zis­ten küm­mer­ten sich um den Hengst.

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