Der Is­lam ge­hört zum Grund­ge­setz

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON MICHA­EL BRÖ­CKER

Gut, dass es die AfD gibt. Dann weiß man we­nigs­tens, was gut und was bö­se ist. Der Is­lam ist bö­se. Sehr bö­se so­gar. Man soll­te ihn ver­bie­ten. So ein­fach, so un­sin­nig. Men­schen kön­nen Bö­ses tun. Und es gibt Men­schen, die ih­re bö­sen Ta­ten mit dem Is­lam be­grün­den. Da­für den Is­lam als Re­li­gi­on pau­schal in Haf­tung zu neh­men, ist falsch. Zu den Pflich­ten ei­nes Mus­lims ge­hö­ren das Glau­bens­be­kennt­nis (Scha­ha­da), das Ri­tual­ge­bet (Sa­lat), der Fas­ten­mo­nat Ra­ma­dan, die Hil­fe für Be­dürf­ti­ge (Za­kat) und die Pil­ger­fahrt (Hadsch). Die Ein­füh­rung der Scha­ria und der Um­sturz der De­mo­kra­tie ge­hö­ren nicht da­zu. Im Ge­gen­teil: Die Mehr­heit der Mus­li­me in Deutsch­land ak­zep­tiert und schätzt das sä­ku­la­re Staats­sys­tem. Der Is­lam schreibt auch kei­ne Staats­form vor.

Um­ge­kehrt gilt die im Grund­ge­setz ver­an­ker­te Re­li­gi­ons­frei­heit auch für den Is­lam. Ein Re­li­gi­ons­kampf hilft al­so nicht wei­ter. Was wir brau­chen, ist ein ge­mein­sa­mer Kampf al­ler Gläu­bi­gen ge­gen die Ex­tre­mis­ten. Dass sich Dschi­ha­dis­ten auf den Is­lam be­ru­fen, wenn sie tö­ten und mor­den, ist ein Pro­blem, das or­ga­ni­sier­te Mus­li­me und Ima­me nicht nur äch­ten soll­ten, son­dern stär­ker auch ak­tiv be­kämp­fen müs­sen. Das wür­de auch der AfD weh tun. BERICHT

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