Fri­scher „Sper­jus“aus der Grenz­re­gi­on

Rheinische Post Goch - - DI­GI­TA­LE WIRT­SCHAFT -

In Nord-Lim­burg do­mi­niert Spar­gel in die­ser Jah­res­zeit die Spei­se­kar­ten vie­ler Re­stau­rants und Hob­by­kö­che. Die Re­gi­on, be­son­ders die Ge­gend um Ar­cen und Ven­lo, ist be­kannt für gu­te Qua­li­tät.

Die Nord-Lim­bur­ger Spar­gel­bau­ern sind im Hin­blick auf die kom­men­de Spar­gel­sai­son sehr po­si­tiv ge­stimmt. Su­san­ne Mar­tens von Mar­tens Asper­ges in Ti­en­ray be­rich­tet, dass der­zeit der ers­te Spar­gel aus dem Frei­land­an­bau geern­tet wird. „Im Treib­haus ha­ben wir schon En­de Fe­bru­ar den ers­ten Spar­gel ge­sto­chen. Seit kur­zem ern­ten wir den Spar­gel aus den so­ge­nann­ten Mini­tun­neln. Das sind 50 Zen­ti­me­ter ho­he Tun­nel aus durch­sich­ti­ger Plas­tik­fo­lie, die über die Spar­geldäm­me ge­spannt wer­den. Schon bald kön­nen die Mini­tun­nel ge­gen die schwarz­wei­ße Fo­lie aus­ge­tauscht wer­den.“Im Fa­mi­li­en­be­trieb Mar­tens gibt es dann wie­der ber­ge­wei­se Spar­gel.

Auch den Re­stau­rant­be­sit­zern steht der Sinn nach Spar­gel. Eric Swag­ho­ven vom Ster­ne­re­stau­rant Va­luas in Ven­lo ist sich si­cher, dass die Spar­gel­sai­son fan­tas­tisch wird. „Be­son­ders für die Ver­brau­cher wird es ein Su­per-Jahr. Durch den mil­den Win­ter gibt es viel Nach­schub an Spar­gel, wo­durch die Prei­se eher mo­de­rat blei­ben wer­den. Un­se­re Spar­gelk­ro­ket­ten ste­hen auf je­den Fall wie­der auf der Kar­te.“Bart van den Hom­bergh von der Ho­stel­le­rie de Maas­dui­nen er­zählt: „Wir ha­ben be­reits Os­tern an­ge­fan­gen und un­se­re Gäs­te be­stel­len die Spar­gel­kar­te rauf und run­ter. Das In­ter­es­se am Spar­gel ist im Ver­gleich zu frü­he­ren Jah­ren un­ver­min­dert, viel­leicht so­gar noch ge­wach­sen. Das ist sehr er­freu­lich, denn so ein Top-Pro­dukt zeigt, war­um wir die ,Re­gi­on des gu­ten Ge­schmacks’ sind.“

Schät­zungs­wei­se rund 600 Mil­lio­nen Ki­lo­gramm Spar­gel wer­den jähr­lich in Nord-Lim­burg ab Hof ver­kauft. Die ty­pi­schen Schil­der mit „Asper­ges te ko­op“(Spar­gel zu ver­kau­fen) wei­sen den Weg. In der Re­gi­on ist der Spar­gel fri­scher als frisch: Er wan­dert di­rekt vom Acker in den Topf. Die ört­li­chen Re­stau­rants zau­bern dar­aus so­wohl tra­di­tio­nel­le als auch mo­der­ne Ge­schmacks­er­leb­nis­se. Spar­gel – oder „Sper­jus“, wie die Ein­hei­mi­schen ihn nen­nen – mit Schin­ken und Ei ist und bleibt sehr be­liebt, wäh­rend die Korn­bren­ne­rei De IJs­vo­gel aus Spar­gel Li­kör und der IJs­sa­lon Cle­vers in Grub­ben­vorst so­gar Eis­creme hers­tel- len. Ver­schie­de­ne Rad- und Wan­der­rou­ten rund um das The­ma Spar­gel in­for­mie­ren die Ver­brau­cher über den An­bau und füh­ren an Kunst­wer­ken, Re­stau­rants und Bau­ern- hö­fen vor­bei, wo sie den Spar­gel di­rekt kau­fen kön­nen. Auch ge­führ­te Wan­de­run­gen wer­den or­ga­ni­siert, so­gar ei­ne Wild­pflan­zen- und Spar­ge­lex­kur­si­on ist da­bei. In den kom­men­den zwei Mo­na­ten fin­den un­zäh­li­ge Ver­an­stal­tun­gen rund um den Spar­gel statt, un­ter an­de­rem das Spar­gel­fest in Grub­ben­vorst, Spar­gel­märk­te und Aus­stel­lun­gen. Zu­dem gibt es in Nord-Lim­burg ein Spar­gel­mu­se­um, das im Hei­mat­mu­se­um De Locht un­ter­ge­bracht ist. Auf www.lief­de­vo­or­lim­burg.nl gibt es ei­ne Über­sicht über (Spar­gel-)Events, Re­stau­rants, die zur­zeit Spar­gel­ge­rich­te ser­vie­ren, und Rad- und Wan­der­rou­ten rund um den Spar­gel.

Ganz klas­sisch ser­vie­ren die Nord-Lim­bur­ger den Spar­gel mit Schin­ken und Ei. Die Ein­hei­mi­schen nen­nen das wei­ße Gold „Sper­jus“.

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