Be­grenz­te Frei­heit

Rheinische Post Goch - - LESERBRIEFE - Kon­stan­ze Fied­ler per Mail

Sehr ge­ehr­ter Herr Mi­chels, Sie ha­ben mir mit Ih­rer Ko­lum­ne aus der See­le ge­spro­chen und es mit Ih­rer Ar­gu­men­ta­ti­on auf den Punkt ge­bracht. Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch kei­nem an­de­ren zu. Wie ge­dan­ken­los in der jet­zi­gen Si­tua­ti­on die Mei­nungs­frei­heit al­ler­orts zi­tiert wird, oh­ne den Wort­laut die­ses Schmäh­ge­dichts wo­mög­lich über­haupt ge­nau zu ken­nen und sich mal zu fra­gen, wie man sich sel­ber als Adres­sat füh­len wür­de – das tut schon weh. Mei­ner An­sicht nach darf Sa­ti­re geist­reich sein, soll­te es sein, aber sie darf nicht be­lei­di­gen auf ei­ne so pri­mi­ti­ve Art und Wei­se. Die Frei­heit des ei­nen hört da auf, wo die Men­schen­wür­de des an­de­ren an­fängt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.