Bus­ver­kehr in Leverkusen droht Zwangs­pri­va­ti­sie­rung

Rheinische Post Goch - - WIRTSCHAFT -

LEVERKUSEN (pec) In der Stadt Leverkusen und im Rhei­nisch-Ber­gi­schen-Kreis will ein pri­va­tes Bus­un­ter­neh­men künf­tig den ÖPNV be­trei­ben – und zwar ge­gen den Wil­len der Kom­mu­nen. Es geht um 9,3 Mil­lio­nen Jah­res­fahr­plan­ki­lo­me­ter im Li­ni­en­ver­kehr, der bis­her von der Kraft­ver­kehr Wup­per-Sieg AG – ei­nem städ­ti­schen Toch­ter­un­ter­neh­men – be­trie­ben wur­de und nun tur­nus­mä­ßig für wei­te­re zehn Jah­re ver­ge­ben wer­den soll. Die Bur­schei­der Fir­ma „Kraft­ver­kehr Wie­den­hoff“macht sich ei­ne Än­de­rung im Per­so­nen­be­för­de­rungs­ge­setz zu­nut­ze. Die­se stärkt pri­va­te Ver­kehrs­un­ter­neh­men, wenn sie Leis­tun­gen ei­gen­wirt­schaft­lich – al­so zu­schuss­frei – er­brin­gen kön­nen. Wie­den­hoff be­haup­tet das in ei­nem An­trag bei der Be­zirks­re­gie­rung Köln. Hat er Er­folg, wä­re die Stadt-Toch­ter plei­te. Es ist der ers­te Fall die­ser Art in NRW.

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