Hum­mels vor Rück­kehr zu Bay­ern München?

Rheinische Post Goch - - SPORT - VON GIANNI COSTA

Der Va­ter des Welt­meis­ters heizt Spe­ku­la­tio­nen um ei­nen Wech­sel sei­nes Sohns zum Re­kord­meis­ter im Som­mer an.

BERLIN Nach dem Ein­zug in das Fi­na­le des DFB-Po­kals und der be­reits fest­ste­hen­den Qua­li­fi­ka­ti­on für die Cham­pi­ons Le­ague steht Bo­rus­sia Dort­mund ei­ne wei­te­re kniff­li­ge Auf­ga­be be­vor: der Kampf um den Ver­bleib von Leis­tungs­trä­gern. Höchs­te Prio­ri­tät ge­nie­ßen da­bei die Ge­sprä­che mit Ab­wehr­chef Hum­mels: „Um Mats wer­de ich kämp­fen, wie ich noch nie um ei­nen Spie­ler ge­kämpft ha­be“, sag­te Watz­ke der „Süd­deut­schen Zei­tung“. Hum­mels Va­ter Her­mann, der zu­gleich Be­ra­ter sei­nes Sohns ist, hat­te zu­vor der „Sport Bild“ge­sagt: „Wenn er Dort­mund doch ver­las­sen soll­te, dann geht er nur zu ei­nem der fünf, sechs Top-Ver­ei­ne. Und zu die­sen Klubs zählt selbst­ver­ständ­lich auch der FC Bay­ern.“

Die Aus­sa­ge des Va­ters kommt über­ra­schend. Bis­her galt der FC Bar­ce­lo­na als ers­te Wech­sel-Op­ti­on des Dort­mun­ders, des­sen Ver­trag 2017 aus­läuft. Mats Hum­mels scheint noch im­mer un­ent­schlos­sen: „Es ist ei­ne sehr schwie­ri­ge Ent­schei­dung. Das kos­tet mich seit ei­ni­gen Wo­chen je­de Nacht be­stimmt ei­ne hal­be St­un­de vor dem Ein­schla­fen, weil mir das gan­ze The­ma sehr nah geht“, sag­te der 27-Jäh­ri­ge, der im Som­mer 2009 nach ei­nem ein­ein­halb­jäh­ri­gen Leih­ge­schäft für 4,2 Mil­lio­nen Eu­ro vom FC Bay­ern München zum BVB ge­wech­selt ist, bei Sky.

Dem Ge­spräch vor­aus­ge­gan­gen war das Spiel der Dort­mun­der bei Her­tha BSC. Die West­fa­len lie­ßen den Gast­ge­bern vor aus­ver­kauf­tem Haus im Olym­pia­sta­di­on zu kei­nem Zeit­punkt ei­ne Chan­ce und fuh­ren ei­nen un­ge­fähr­de­ten 3:0-Er­folg ein. „Als ich ge­le­sen ha­be, dass der geg­ne­ri­sche Trai­ner schon dar­über phi­lo­so­phiert hat, wel­che Uhr er sich kauft, da wuss­te ich schon, dass wir ei­ne gu­te Chan­ce ha­ben“, sag­te BVB-Boss Hans-Joa­chim Watz­ke nach dem Sieg im Po­kal-Halb­fi­na­le. „Ich schi­cke ihm jetzt ei­ne BVB-Uhr, dann hat er noch ein An­den­ken an den Abend. Ich ha­be das als to­tal de- plat­ziert und re­spekt­los emp­fun­den“, wet­ter­te der Chef des BVB ge­gen den Ber­li­ner Übungs­lei­ter Pal Dar­dai. Die­ser hat­te im Vor­feld er­zählt, er wol­le sich im Fal­le des Er­rei­chen des Fi­nals am 21. Mai ei­ne neue Arm­band­uhr ho­len, wie er es be­reits nach sei­nem ers­ten Bundesliga-Spiel ge­tan ha­be.

Im La­ger der Dort­mun­der zeig­te man sich vom Fi­nal­ein­zug er­leich­tert, war al­ler­dings auch eif­rig um die rich­ti­ge Ei­n­ord­nung be­müht. „Es ist sehr wich­tig, das Fi­na­le zu spie­len“, sag­te Dort­munds Trai­ner Tho­mas Tu­chel. „Ich wei­ge­re mich aber, die Be­wer­tung der Spiel­zeit nur von ei­nem mög­li­chen Ti­tel­ge­winn ab­hän­gig zu ma­chen.“

FOTO: DPA

Mats Hum­mels ko­ket­tiert mit ei­nem Ab­schied aus Dort­mund.

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