Vom Al­ten­ber­ger Dom ins Dhünn-Tal

Rheinische Post Goch - - PANORAMA - VON JÖRG ISRINGHAUS

In der zwei­ten Fol­ge un­se­rer Se­rie „1000 Ki­lo­me­ter NRW“wird das Ber­gi­sche Land er­wan­dert. Auf der aus­ge­dehn­ten Stre­cke geht es durch Wäl­der, über Hö­hen­we­ge und ei­ne Stau­mau­er, durch Dör­fer und an Bä­chen ent­lang.

AL­TEN­BERG Zu den be­lieb­tes­ten Aus­flugs­zie­len des Ber­gi­schen Lan­des zählt ne­ben Schloss Burg zwei­fel­los der Al­ten­ber­ger Dom. Die ehe­ma­li­ge Klos­ter­kir­che der 1133 von den Zis­ter­zi­en­sern er­rich­te­ten Ab­tei Al­ten­berg ist nicht nur ein kul­tur­his­to­risch be­deut­sa­mes ar­chi­tek­to­ni­sches Klein­od und ei­ne re­ge ge­nutz­te Pfarr­kir­che, son­dern auch ein mar­kan­ter Aus­gangs­punkt, um das Ber­gi­sche zu er­wan­dern. Vom Dom und den Park­plät­zen in der Um­ge­bung aus las­sen sich We­ge un­ter­schied­li­cher Län­ge und Schwie­rig­keit ge­hen. Für die zwei­te Fol­ge un­se­rer Se­rie „1000 Ki­lo­me­ter NRW“ha­ben wir uns für ei­nen 15,5 Ki­lo­me­ter lan­gen Rund­kurs ent­schie­den, der in vier St­un­den von Al­ten­berg über die Dhünn­tal­sper­re zu­rück zum Dom führt und vor al­lem durch die ab­wechs­lungs­rei­chen We­g­ab­schnit­te be­sticht. nach Busch. Durchs Dorf geht es über ei­ne Kup­pe mit herr­li­cher Aus­sicht und vor­bei an ei­nem Weg­kreuz. Un­weit kann man auf ei­ner Bank den Aus­blick ge­nie­ßen.

An der Land­stra­ße geht es erst nach links und dann vor den Häu­sern von Ne­schen gleich wie­der rechts an den Gär­ten vor­bei. Zwi­schen den Häu­sern führt ein Weg zur Stra­ße Eich­holz, dort rechts am Park­platz vor­bei Rich­tung Böm­berg. Dort fin­det sich auch – manch­mal erst nach ei­ni­gem Su­chen – der Ab­zweig zur Dhünn­tal­sper­re (A 2). Nach­dem die Stau­mau­er über­quert ist, steigt der Weg erst an, fällt dann aber Rich­tung Wald ab, vor­bei an ei­nem Kli­nik­ge­län­de hin­un­ter zur Dhünn, de­ren Ver­lauf nun lan­ge die Stre­cke mar­kiert (Win­kel und N). Wenn das Tal sich wei­tet, durch das der meis­tens sehr ma­le­ri­sche Pfad führt, kommt bald die Zu­fahrt zum Ta­gungs­ho­tel „Ma­ria in der Aue“(In der Aue 1, 42929 Wer­mels­kir­chen, Tel. 02193/505-0). Dort lohnt sich die Ein­kehr schon al­lein we­gen des Pan­ora­ma­blicks von der groß­zü­gi­gen Ter­ras­se.

Au­ßer­dem muss man von dort noch et­wa ein­ein­vier­tel St­un­den Geh­zeit ein­kal­ku­lie­ren – al­ler­dings oh­ne nen­nens­wer­te Stei­gun­gen. Über­haupt stellt die ge­sam­te Rou­te kon­di­tio­nell kei­ne son­der­lich ho­hen An­for­de­run­gen. Von „Ma­ria in der Aue“geht es wei­ter durchs Dhünn­tal vor­bei am Schöl­ler­hof, wo­bei mehr­fach die Flus­sei­te ge­wech­selt wird. Über die Land­stra­ße hin­weg muss man sich erst nach rechts wen­den, dann auf dem mit Win­kel mar­kier­ten Weg nach links, über die Brü­cke hin­weg und da­hin­ter mit X und Rau­te nach links. Nun folgt die Stre­cke dem Eif­gen­bach, ab und zu ist be­reits der Al­ten­ber­ger Dom zu se­hen. Bis da­hin muss je­doch noch der Mär­chen­wald pas­siert wer­den – für Fa­mi­li­en mit Kin­dern lohnt sich der Ab­ste­cher, schon al­lein, weil die Zeit dort still­zu­ste­hen scheint. Bald pas­siert der Wan­der­weg die frü­he­ren Klos­ter­ge­bäu­de und führt durch ei­nen Tor­bo­gen zur Ka­the­dra­le. Wer will, kann auch dort noch ei­nen Stopp in Ca­fés ein­le­gen, be­vor es zu­rück zum Aus­gangs­punkt geht.

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Vom Al­ten­ber­ger Dom aus lässt sich das Ber­gi­sche wun­der­bar er­wan­dern. Die ehe­ma­li­ge Klos­ter­kir­che ist da­bei Aus­gangs­und Ziel­punkt un­ter­schied­lich an­spruchs­vol­ler und ab­wechs­lungs­rei­cher We­ge.

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