„Au­di“er­hält sei­nen Na­men

Rheinische Post Goch - - UNTERHALTUNG -

Der Au­to­mo­bil­bau­er Au­gust Horch hat­te schon 1899 sein ers­tes Un­ter­neh­men ge­grün­det: Horch & Cie bau­te ab 1900 Fahr­zeu­ge in Köln. 1909 ver­ließ der Grün­der die Fir­ma, die zwi­schen­zeit­lich nach Zwi­ckau um­ge­zo­gen war. Bei der Grün­dung ei­nes neu­en Un­ter­neh­mens stand er vor ei­nem Pro­blem: Die Nut­zung sei­nes Na­mens war ihm ge­richt­lich un­ter­sagt wor­den, „Horch“war nun als Mar­ken­na­me für Pro­duk­te der ers­ten Fir­ma Horchs ge­schützt. Der Au­to­bau­er wähl­te des­halb ei­ne la­tei­ni­sche Über­set­zung. „Au­di“ist der Im­pe­ra­tiv des la­tei­ni­schen Verbs au­dire (hö­ren, zu­hö­ren) und be­deu­tet „hö­re“– oder eben „Horch“. Am 25. April 1910 wur­de die Fir­ma un­ter die­sem Na­men im Han­dels­re­gis­ter der Stadt Zwi­ckau ein­ge­tra­gen. Schon 22 Jah­re spä­ter wa­ren bei­de Un­ter­neh­men wie­der ver­eint: Die Zscho­pau­er Mo­to­ren­wer­ke hat­ten sich mit den Au­di­wer­ken und den Horch­wer­ken un­ter dem Dach der Au­to Uni­on ver­eint. Hin­zu kam ei­ne vier­te Mar­ke: Wan­de­rer, haupt­säch­lich ein Fahr­rad­her­stel­ler aus Chem­nitz, des­sen Au­to­mo­bil­spar­te nun eben­falls zu Au­to Uni­on ge­hör­te. Die­se vier Mar­ken wer­den als Wur­zeln des Au­to­bau­ers ver­stan­den und noch heu­te im Fir­men­lo­go mit den vier Rin­gen sym­bo­li­siert. Nach dem En­de des Zwei­ten Welt­kriegs wur­de die Au­to Uni­on in In­gol­stadt neu ge­grün­det. Seit 1965 bau­te man dort wie­der Au­tos mit dem Na­men „Au­di“. Im sel­ben Jahr wur­de das Un­ter­neh­men vom Volks­wa­genKon­zern über­nom­men.

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