Leip­zig gibt in Un­ter­zahl den Sieg noch aus der Hand

Rheinische Post Goch - - SPORT -

KAI­SERS­LAU­TERN (RP) Es war ein denk­wür­di­ger Abend für Wil­li Or­ban. We­ni­ger we­gen des Er­geb­nis­ses, das sei­ne Leip­zi­ger im Zweit­li­ga­spiel beim 1. FC Kai­sers­lau­tern ein­fuh­ren – trotz des 1:1 im Frit­zWal­ter-Sta­di­on blie­ben sie auf Auf­stiegs­kurs, auch wenn der spä­te Aus­gleich der Gast­ge­ber die Chan­ce des Ver­fol­gers 1. FC Nürn­berg auf Rang zwei er­hielt. Nach­hal­ti­ger wird für den In­nen­ver­tei­di­ger den­noch die Er­in­ne­rung an die ers­te sport­li­che Rück­kehr in sei­ne Hei­mat sein.

Die Lau­te­rer An­hän­ger un­ter den 27.332 Zu­schau­ern be­rei­te­ten dem Pfäl­zer Ei­gen­ge­wächs, das den FCK im Som­mer Rich­tung Brau­se­klub ver­las­sen hat­te, ein akus­ti­sches Fe­ge­feu­er. Sie pfif­fen bei je­der Ball­be­rüh­rung Orb­ans, schmäh­ten den frü­he­ren Ka­pi­tän mit Sprech­chö­ren und Ges­ten. Die Fans ent­larv­ten da­mit zu­gleich die Nai­vi­tät des 23-Jäh­ri­gen, der im In­ter­view mit dem „Ki­cker“tat­säch­lich auf ei­nen freund­li­chen Emp­fang ge­hofft hat­te.

Or­ban war von all­dem of­fen­sicht­lich so ent­nervt, dass er sich zwei plum­pe Fouls leis­te­te und nach ei- ner St­un­de die Gelb-Ro­te Kar­te sah. Auf Dau­er war die­se Schwä­chung dann doch zu viel für die Trup­pe von Trai­ner Ralf Rang­nick, die kurz vor Orb­ans Aus­set­zer durch Emil Fors­berg in Füh­rung ge­gan­gen war. Acht Mi­nu­ten vor dem En­de traf der ein­ge­wech­sel­te Kacper Pr­zy­byl­ko zum 1:1, das der „Bet­ze“en­thu­si­as­tisch fei­er­te.

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