Der Auf­stieg von Re­cep Tay­yip Er­do­gan

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS -

Po­li­ti­sche An­fän­ge Nach ei­nem Wirt­schafts­stu­di­um schloss sich Er­do­gan zu­nächst der is­la­mis­ti­schen Na­tio­na­len Heil­spar­tei von Necmet­tin Er­ka­ban an. Sein über­ra­schen­der Er­folg bei der Istan­bu­ler Bür­ger­meis­ter­wahl 1994 gilt als Grund­stein sei­ner Kar­rie­re. Ge­fäng­nis und Po­li­tik­ver­bot Im Ja­nu­ar 1998 ver­bot das tür­ki­sche Ver­fas­sungs­ge­richt die eben­falls is­la­mis­ti­sche Wohl­fahrts­par­tei, zu der Er­do­gan zwi­schen­zeit­lich ge­wech­selt war. Weil er ein re­li­giö­ses Ge­dicht zi­tiert hat­te, wur­de er we­gen Miss­brauchs der Grund­rech­te zu zehn Mo­na­ten Ge­fäng­nis und ei­nem le­bens­lan­gen Po­li­tik­ver­bot ver­ur­teilt. Er­do­gan und die AKP 2001 grün­de­te Er­do­gan zu­sam­men mit ei­ni­gen Ge­sin­nungs­ge­nos­sen die AKP. Bei der Par­la­ments­wahl 2002 wur­de sie mit 34,3 Pro­zent stärks­te Par­tei. We­gen des Po­li­tik­ver­bo­tes konn­te sich Er­do­gan aber erst nach ei­ner Ver­fas­sungs­än­de­rung im Jahr 2003 zum Mi­nis­ter­prä­si­den­ten wäh­len las­sen. Bei den Wah­len 2007 und 2011 er­reich­te er mit der AKP 46 und 49 Pro­zent der Stim­men. Seit 2014 ist er Staats­prä­si­dent der Tür­kei.

FOTO: REUTERS

Re­cep Tay­yip Er­do­gan

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