En­de des Viet­nam-Kriegs

Rheinische Post Goch - - UNTERHALTUNG -

Als Süd­viet­nam ka­pi­tu­lier­te und den Viet­nam­Krieg be­en­de­te, hat­ten sich die Ame­ri­ka­ner schon mehr oder we­ni­ger aus dem Land zu­rück­ge­zo­gen. Viet­nam war nach dem fran­zö­si­schen In­do­chi­naK­rieg (1945 bis 1954) ge­teilt wor­den. Im Sü­den be­kämpf­te die Na­tio­na­le Front für die Be­frei­ung Süd­viet­nams (eng­lisch: Na­tio­nal Li­be­ra­ti­on Front, NLF) die an­ti­kom­mu­nis­ti­sche Re­gie­rung und wur­de da­bei vom kom­mu­nis­ti­schen Nor­den un­ter­stützt. Ab 1965 misch­ten sich die USA mi­li­tä­risch ein und bom­bar­dier­ten den Nor­den groß­flä­chig. Die So­wjet­uni­on und die Volks­re­pu­blik Chi­na un­ter­stütz­ten die NLF und Nord­viet­nam – und so wur­de Viet­nam zum Stell­ver­tre­ter­krieg des Kal­ten Krie­ges. Fast 60.000 ame­ri­ka­ni­sche Sol­da­ten star­ben in Süd­ost­asi­en, die geg­ne­ri­schen Viet­na­me­sen zähl­ten mehr als ei­ne Mil­li­on To­te. Die ho­hen ei­ge­nen Ver­lus­te stärk­ten die ame­ri­ka­ni­sche Pro­test­be­we­gung ge­gen den Krieg. Die un­mo­ra­li­sche Kriegs­füh­rung der USA mach­te den Krieg zu­sätz­lich un­po­pu­lär, au­ßer­dem wur­den im­mer wie­der von Ame­ri­ka­nern be­gan­ge­ne Kriegs­ver­bre­chen be­kannt. Fil­me wie St­an­ley Ku­bricks „Full Me­tal Ja­cket“(Fo­to) be­zo­gen of­fen­siv Stel­lung ge­gen den Krieg. Ab 1972 re­du­zier­te US-Prä­si­dent Richard Ni­xon die Trup­pen in Viet­nam. Die süd­viet­na­me­si­sche Ar­mee wur­de zwar wei­ter un­ter­stützt und auf­ge­rüs­tet, soll­te den Krieg aber nicht mehr lan­ge wei­ter­füh­ren. Am 30. April 1975 er­klär­te der süd­viet­na­me­si­sche Staats­prä­si­dent Duong Van Minh die Ka­pi­tu­la­ti­on.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.