Neue Aus­bil­dung für Anäs­the­sie-As­sis­ten­ten

Rheinische Post Goch - - KINDERSEITE -

Der Anäs­the­sie­tech­ni­sche As­sis­tent (ATA) ist ein neu­es Be­rufs­bild im Ge­sund­heits­we­sen. Die Aus­bil­dung er­mög­licht erst­mals den di­rek­ten Er­werb ei­ner an­äs­the­sie­spe­zi­fi­schen Fach­qua­li­fi­ka­ti­on.

(rps) Anäs­the­sie­tech­ni­sche As­sis­ten­ten über­neh­men an­spruchs­vol­le Auf­ga­ben in ei­nem hoch tech­ni­sier­ten Be­reich. Die drei­jäh­ri­ge Aus­bil­dung im Bil­dungs­zen­trum für Ge­sund­heits­fach­be­ru­fe in Düs­sel­dorf er­mög­licht den di­rek­ten Er­werb ei­ner an­äs­the­sie­tech­ni­schen Fach­qua­li­fi­ka­ti­on. Bis­her war dies nur über ei­ne Pfle­ge­aus­bil­dung mit ei­ner an­schlie­ßen­den Fach­wei­ter­bil­dung mög­lich. Nach der Aus­bil­dung sind die An­äs­the­sie­tech­ni­schen As­sis­ten­ten in den glei­chen Be­rei­chen tä­tig wie Fach­kräf­te in der Anäs­the­sie­pfle­ge.

Der ers­te Jahr­gang von Aus­zu­bil­den­den star­tet im Au­gust am Bil­dungs­zen­trum für Ge­sund­heits­fach­be­ru­fe der Kais­wers­wer­t­her Dia­ko­nie in Düs­sel­dorf. Zu den Auf­ga­ben ei­nes ATA ge­hö­ren die fach­kun­di­ge Be­treu­ung der Pa­ti­en­ten wäh­rend ih­res Auf­ent­hal­tes im Anäs­the­sie­be­reich, die selb­stän­di­ge Vor­be­rei­tung und Nach­sor­ge der Anäs­the­sie, die Vor­und Nach­be­rei­tung des Ar­beits­plat­zes und ent­spre­chen- der Me­di­ka­men­te, die Un­ter­stüt­zung des Anäs­the­sis­ten, die Be­treu­ung und Über­wa­chung der nar­ko­ti­sier­ten und be­at­me­ten Men­schen, die Be­treu­ung der Pa­ti­en­ten im Auf­wach­raum, die War­tung und Hand­ha­bung me­di­zi­ni­scher Ap­pa­ra­te und Ma­te­ria­li­en, die Ver­ant­wor­tung für die Durch­füh­rung hy­gie­ni­scher Maß­nah­men so­wie ad­mi­nis­tra­ti­ve Auf­ga­ben.

Da die Men­schen nicht im­mer be­wusst­los sind, ist ne­ben ma­nu­el­ler Ge­schick­lich­keit und tech­ni­schem Ver­ständ­nis auch ein ho­hes Maß an Ein­füh­lungs­ver­mö­gen ge­fragt. Zu­dem ge­hört um­fas­sen­des Wis­sen über Ana­to­mie, Phar­ma­ko­lo­gie, Not­fall­ma­nage­ment und Krank­heits­leh­re da­zu. Die Nar­ko­se selbst ist vor dem Hin­ter­grund der un­ter­schied­li­chen Ein­lei­tungs­for­men und an­ge­sichts der viel­fäl­ti­gen Krank­heits­bil­der der Pa­ti­en­ten ein hoch­kom­ple­xer Vor­gang, der Kon­zen­tra­ti­on und sehr gu­te Wahr­neh­mungs­fä­hig­kei­ten er­for­dert.

Für die Aus­bil­dung zum An­äs­the­sie­tech­ni­schen As­sis­ten­ten hat die Deut­sche Kran­ken­haus­ge­sell­schaft ei­ne Emp­feh­lung her­aus­ge­ge­ben, wel­che den Qua­li­täts­stan­dard für die Aus­bil­dung de­fi­niert. Die Kai­sers­wer­t­her Dia­ko­nie bil­det nach dem an­er­kann­ten DKGStan­dard aus.

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