In­fla­ti­on bleibt mit 1,3 Pro­zent hin­ter EZB-Ziel zu­rück

Rheinische Post Goch - - WIRTSCHAFT -

BRÜS­SEL (rtr) Trotz der an­hal­ten­den Geld­flut der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB) kommt die In­fla­ti­on nicht, wie von den Wäh­rungs­hü­tern er­hofft, in Gang. Die Ver­brau­cher­prei­se stie­gen im Ju­li wie im Ju­ni nur um 1,3 Pro­zent zum Vor­jah­res­mo­nat, wie das Sta­tis­tik­amt Eu­ro­s­tat in ei­ner ers­ten Schät­zung mit­teil­te. Ener­gie ver­teu­er­te sich mit 2,2 Pro­zent zwar et­was stär­ker, doch un­ver­ar­bei­te­te Le­bens­mit­tel wie Obst und Frisch­ge­mü­se kos­te­ten nur 0,6 Pro­zent mehr. Im Ju­ni war der An­stieg mit 1,0 Pro­zent noch deut­lich kräf­ti­ger aus­ge­fal­len. Bei Di­enst­leis­tun­gen fiel der Preis­auf­schlag mit 1,5 Pro­zent ei­nen Tick nied­ri­ger aus als zu­letzt. Die EZB hat die Zin­sen auf null ge­drückt und pumpt je­den Mo­nat Mil­li­ar­den über Wert­pa­pier­käu­fe in die Wirt­schaft, um die Kon­junk­tur an­zu­schie­ben und die Prei­se wie­der dau­er­haft in Rich­tung der an­ge­peil­ten Zwei-Pro­zent-Mar­ke zu be­we­gen. EZB-Prä­si­dent Ma­rio Draghi hat­te un­längst ei­ne Dis­kus­si­on in der No­ten­bank über die Zu­kunft der An­lei­hen­käu­fe für den Herbst in Aus­sicht ge­stellt.

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