Groß­rei­ne­ma­chen im Wei­ßen Haus

Rheinische Post Goch - - POLITIK - VON FRANK HERRMANN

Do­nald Trumps neu­er St­abs­chef John Kel­ly soll Ord­nung schaf­fen. Als ers­ten traf es Kom­mu­ni­ka­ti­ons­di­rek­tor Ant­ho­ny Sca­ra­muc­ci.

Sal­ly Ya­tes, Jus­tiz­mi­nis­te­rin

Wal­ter Shaub Ethik­be­auf­trag­ter

Micha­el Flynn Si­cher­heits­be­ra­ter

Se­an Spi­cer Pres­se­spre­cher Ja­mes Co­mey

FBI-Chef Rein­ce Prie­bus

St­abs­chef

Mi­ke Dub­ke Kom­mu­ni­ka­ti­ons­chef Ant­ho­ny Sca­ra­muc­ci Kom­mu­ni­ka­ti­ons­chef hat er es vor ei­nem Mil­lio­nen­pu­bli­kum ge­ra­de­zu ze­le­briert, in der Po­se des Bu­si­ness-Mon­ar­chen zu ent­schei­den, wer ge­feu­ert wur­de und wer blei­ben durf­te.

Selbst wenn er ak­zep­tiert, dass es in ei­ner Re­gie­rung kla­re Struk­tu­ren ge­ben muss: In der Pra­xis wi­der­spricht es al­lem, wo­für er ein Ge­schäfts­le­ben lang stand. Zu­nächst stellt sich al­so die Fra­ge, ob es Kel­ly ge­lingt, sei­nen Vor­ge­setz­ten zu ei­nem spar­sa­me­ren Um­gang mit Tweets zu über­re­den, je­nen Kurz­mit­tei­lun­gen, die Trump be­nutzt, um di­rek­te Dräh­te zu sei­nen An­hän­gern zu knüp­fen. Das Twit­tern hat die Re­gie­rungs­ar­beit enorm be­las­tet, all­zu oft reich­ten 140 spon­tan da­hin­ge­schrie­be­ne Zei­chen am Mor­gen, um al­les zu kon­ter­ka­rie­ren, was zu­vor in lan­gen Stra­te­gie­sit­zun­gen aus­ge­tüf­telt wor­den war.

Ob Kel­ly die Ma­nie in den Griff be­kommt? Newt Ging­rich, ei­ner der frü­hen Mit­strei­ter des Im­mo­bi­li­en­ma­gna­ten, glaubt nicht so recht dar­an. „Trump mag zwar ge­ord­ne­te Sys­te­me“, sagt er. „Aber für sich selbst re­ser­viert er das Recht, je­der­zeit Cha­os stif­ten zu kön­nen.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.