Ma­crons Re­form bleibt um­strit­ten

Rheinische Post Goch - - POLITIK -

PA­RIS (lon) Das fran­zö­si­sche Par­la­ment hat die Ar­beits­markt­re­form von Prä­si­dent Em­ma­nu­el Ma­cron ge­bil­ligt. Bei­de Kam­mern stimm­ten für ei­nen Text, der es Ma­cron er­laubt, die Re­form über Ver­ord­nun­gen durch­zu­set­zen. Un­ter­neh­men sol­len so schnell mehr Frei­hei­ten er­hal­ten, um auf die­se Wei­se mehr Ar­beits­plät­ze zu schaf­fen – so das Kal­kül. Ma­cron hofft mit sei­nem ers­ten gro­ßen Re­form­vor­ha­ben auf ei­nen ähn­li­chen Ef­fekt wie den der Ar­beits­markt­re­for­men von Ger­hard Schrö­der 2003. Die Pro­jek­te sind al­ler­dings kaum ver­gleich­bar. Ma­cron setzt auf vie­le klei­ne Schrit­te an vie­len Sch­räub­chen. Lin­ke Po­li­ti­ker und die Ge­werk­schaf­ten des Lan­des kri­ti­sie­ren das Vor­ha­ben al­ler­dings. „Je­des Un­ter­neh­men be­kommt sein ei­ge­nes Ar­beits­ge­setz. Da­mit raubt man 18 Mil­lio­nen Ar­beit­neh­mern ih­re so­zia­len Rech­te“, kri­ti­sier­te der Ab­ge­ord­ne­te Adri­en Qua­ten­nens von der Link­s­par­tei „La Fran­ce In­so­u­mi­se“.

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