Klever Ber­li­ner er­in­ner­ten sich ans Klas­sen­zim­mer

Rheinische Post Goch - - ZUHAUSE IN KLEVE UND BEDBURG-HAU -

KLE­VE/BER­LIN (RP) Die Ver­gan­gen­heit ist ein tie­fer Brun­nen, heißt es, und dies stell­te das zehn­te Tref­fen der Klever in Ber­lin her­aus. Erst­mals war auch ein En­kel des Or­ga­ni­sa­tors Al­fons A. Tön­nis­sen in der Run­de, die sich im Ber­li­ner Ca­fé Ein­stein ver­sam­melt hat­te. Ja­cob Th­ad­dä­us, der sie­ben Jah­re al­te Sohn von Tön­nis­sens Toch­ter Grit und de­ren Le­bens­ge­fähr­ten Claus Vet­ter, hat­te von der Fa­mi­lie sei­nes Va­ters ei­nen Stamm­baum be­kom­men, der sich bis 1268 zu­rück­ver­fol­gen lässt. So kam her­aus, dass Ja­cob Th­ad­dä­us gleich dop­pelt mit Kle­ve ver­bun­den ist – ne­ben sei­ner Mut­ter fin­det sich im Stamm­baum auch, ei­ni­ge Jahr­hun­der­te zu­rück, die Fürs­ten­toch­ter Eli­sa­beth von Cle­ve.

Er­in­ne­run­gen aus der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit steu­er­te ein Neu­zu­gang des Exi­lan­ten-Stamm­ti­sches bei: Pro­fes­sor Wil­fried Hend­ricks ar­bei­tet heu­te am In­sti­tut für Bil­dung in der In­for­ma­ti­ons­ge­sell­schaft und forscht dar­an, dass zu­künf­ti­ge Abitu­ri­en­ten „noch bes­ser wer­den“. Am Stamm­tisch er­zähl­te er von sei­ner Kind­heit an der Nas­sau­er Mau­er und er­in­ner­te sich an sei­ne ehe­ma­li­gen Klas­sen­ka­me­ra­den am Staat­li­chen Gym­na­si­um. Zu de­nen ge­hör­ten der spä­te­re Rich­ter Tho­mas Del­beck, Horst Höl­scher so­wie Han­nes Her­manns, der nach sei­ner Schul­zeit als Ar­chi­tekt Er­folg hat­te. Wei­te­re Teil­neh­mer der bun­ten Run­de, die sich in wech­seln­den Be­set­zun­gen seit 2011 in der Haupt­stadt trifft, wa­ren Frie­de­ri­ke Eu­wens, Tho­mas Hetz, Heidrun Hend­ricks, Dirk Mey­er, Hen­dri­ka Thön­nis­sen, Prof. Dr. Pe­ter Lem­mens so­wie eben­falls als Neu­ling der Jour­na­list To­bi­as Bud­de, der seit ei­ni­ger Zeit in Ber­lin für ei­nen Nach­rich­ten­sen­der ar­bei­tet.

Ei­ner je­doch fehl­te – und sei­ner ge­dach­ten die Teil­neh­mer zu Be­ginn des Tref­fens mit ei­ner Schwei­ge­mi­nu­te: Kurt Cil­le­ßen, ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter des Um­welt­bun­des­am­tes, war bei den „Klever-in-Ber­lin“-Stamm­ti­schen von An­fang an da­bei und mach­te auch stets das Grup­pen­fo­to. Cil­le­ßen starb An­fang des Jah­res nach schwe­rer Krank­heit. „Sein Tod reißt ei­ne gro­ße Lü­cke“, so Tön­nis­sen. Der nächs­te Stamm­tisch soll En­de des Jah­res statt­fin­den.

FO­TO: NN

Tho­mas Hetz, Prof. Dr. Pe­ter Lem­mens, Hen­dri­ka Thön­nis­sen; Claus Vet­ter, Grit Thön­nis­sen, Tho­mas Bud­de, Prof. Dr. Wil­fried Hen­driks, Ja­cob Th­ad­dä­us Thön­nis­sen, Al­fons A. Tön­nis­sen, Dirk Mey­er und Frie­de­ri­ke Eu­wens, von links.

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