NGG emp­fiehlt Ur­laubs­geld-Check

Rheinische Post Goch - - KREIS KLEVE – REGIONAL -

Die Ge­werk­schaft gibt In­for­ma­tio­nen zu al­len Ta­rif­ver­trä­gen.

KREIS KLE­VE (RP)Jetzt gilt Au­gen auf beim Ur­laubs­geld: Die Ge­werk­schaft Nah­rung-Ge­nuss-Gast­stät­ten ( NGG) rät Be­schäf­tig­ten im Kreis Kle­ve, sich von ih­rem Chef nicht um die Ex­tra-Zah­lung brin­gen zu las­sen.

Zwar ge­be es kei­nen ge­setz­li­chen An­spruch auf ein Ur­laubs­geld, er­klärt Ge­schäfts­füh­rer Hans-Jür­gen Hu­fer: „Aber die meis­ten Ta­rif­ver­trä­ge schrei­ben die Son­der­zah­lung vor – et­wa in der Er­näh­rungs­in­dus­trie, im Bä­cker­hand­werk und nach ein­jäh­ri­ger Be­triebs­zu­ge­hö­rig­keit auch im Gast­ge­wer­be.“Die NGG Nord­rhein kri­ti­siert, dass trotz­dem Tau­sen­de Be­schäf­tig­te in der Re­gi­on beim Ur­laubs­geld leer aus­ge­hen. „Und zwar vor al­lem die­je­ni­gen, die je­den zu­sätz­li­chen Eu­ro be­son­ders gut ge­brau­chen kön­nen – Azu­bis, Mi­ni­job­ber und Teil­zeit-Kräf­te“, so Hu­fer. Sie soll­ten da­her ganz ge­nau hin­schau­en: Wenn den Voll­zeit-Be­schäf­tig­ten im Be­trieb ein Ur­laubs­geld ge­zahlt wird, müs­sen auch 450Eu­ro- und Teil­zeit-Job­ber ein sol­ches be­kom­men. Die­ses wird je nach Ar­beits­zeit an­tei­lig ge­zahlt, so die NGG. Auch in vie­len Aus­bil­dungs­ver­trä­gen kön­ne ein Ur­laubs­geld klar ge­re­gelt sein. Hu­fer rät: „Wer Fra­gen hat, soll­te sich an sei­ne Ge­werk­schaft wen­den.“Nach ei­ner On­line-Be­fra­gung des Wirt­schafts­und So­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen In­sti­tuts (WSI) der Hans-Böck­ler-Stif­tung er­hal­ten bun­des­weit 42,6 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten von ih­rem Ar­beit­ge­ber ein Ur­laubs­geld. Klar im Vor­teil sind dem­nach Be­schäf­tig­te, die in ei­nem Be­trieb mit Ta­rif­ver­trag ar­bei­ten. Von ih­nen be­kom­men 60,4 Pro­zent die Son­der­zah­lung. In Be­trie­ben oh­ne Ta­rif­bin­dung sind es da­ge­gen nur 36,9 Pro­zent. In­fos zu al­len Ta­rif­ver­trä­gen in Nord­rhein-West­fa­len fin­den Be­schäf­tig­te für ih­re Bran­che un­ter: www.ta­rif­re­gis­ter.nrw.de.

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