VFB ALE­MAN­NIA PFALZ­DORF Mit De­mut an die neu­en Auf­ga­ben

Rheinische Post Goch - - SPORT LOKAL - VON PER FELDBERG

Nach dem Ab­stieg muss­te der Spie­ler­ka­der nicht auf links ge­dreht wer­den. Nur klei­ne Ve­rän­de­run­gen wur­den voll­zo­gen.

Na­tür­lich ist der Ab­stieg aus der Be­zirks­li­ga noch ein The­ma beim VfB Ale­man­nia Pfalz­dorf. Mit nur zwölf Punk­ten aus 32 Spie­len ver­pass­te man den Klas­sen­er­halt deut­lich. Und den­noch hielt sich die Ent­täu­schung in Gren­zen. Denn be­reits vor der Sai­son war al­len Be­tei­lig­ten klar, dass als Auf­stei­ger ei­ne schwe­re Auf­ga­be auf das Team um Trai­ner Tho­mas Er­kens war­tet.

Trotz des vor­letz­ten Ta­bel­len­plat­zes nimmt der Trai­ner auch Po­si­ti­ves aus der ver­gan­ge­nen Sai­son mit. „Ich weiß, dass sich das nachher im­mer ein we­nig ko­misch an­hö­ren mag. Aber wir sind auch un­ter Wert ge­schla­gen wor­den. In vie­len Par­ti­en wa­ren wir ein gleich­wer­ti­ger Geg­ner, der spie­le­risch mit­hal­ten konn­te. Das ha­ben mir auch zahl­rei­che Trai­ner­kol­le­gen be­stä­tigt. Doch am En­de zäh­len die Zah­len und wohl auch die not­wen­di­ge Qua­li­tät in der Brei­te des Ka­ders“, schaut Er­kens zu­rück.

Da­bei muss­te die jun­ge Mann­schaft in der Be­zirks­li­ga auch er­ken­nen, dass in­di­vi­du­el­le Feh­ler so­fort be­straft wer­den, an­ders als teil­wei­se in der A-Li­ga. Zu­dem muss­ten die Ale­man­nen er­ken­nen, dass ih­re Chan­cen­aus­wer­tung nicht be­zirks­li­ga­taug­lich war. Le­dig­lich 41 Tref­fer spran­gen bei ih­ren Of­fen­siv­be­mü­hun­gen her­aus. „Wir ha­ben im An­griff schon den ver­let­zungs­be­ding­ten Aus­fall von Mar­cel Ranft ge­spürt. Doch wir ha­ben es als Team auch nicht ge­schafft, dies zu kom­pen­sie­ren“, sucht Er­kens nicht nach Aus­re­den.

Dass das Mann­schafts­ge­fü­ge aber in­takt ist, be­legt al­lein schon die Tat­sa­che von nur ei­nem Ab­gang nach der Sai­son. Le­dig­lich Chris­tan Hinz wird nach sei­nem Kar­rie­re­en­de in der kom­men­den Sai­son nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­hen. Deut­lich wird die Phi­lo­so­phie des Ver- eins. Er­neut drei A-Ju­gend­li­che sto­ßen zum Ka­der der Ers­ten. „Die Jungs ha­ben schon in der Rück­run­de mit­trai­niert, um sich an den Se­nio­ren­be­reich zu ge­wöh­nen. So ver­fah­ren wir ei­gent­lich in je­dem Jahr. Un­ser ei­ge­ner Nach­wuchs soll die Ba­sis der Mann­schaft sein. Hier wird sehr gu­te Nach­wuchs­ar­beit ge­leis­tet und da­von wol­len und müs­sen wir im Se­nio­ren­be­reich pro­fi­tie­ren. Da­hin­ter steht auch der ge­sam­te Ver­ein“, er­klärt Er­kens die Not­wen­dig­keit der In­te­gra­ti­on ei­ge­ner Nach­wuchs­spie­ler. „Die Jungs kom­men gut aus­ge­bil­det zu uns und wer­den auch dann im Se­nio­ren­be­reich wei­ter ge­for­dert. Un­ser An­spruch als Trai­ner­team ist es, je­den Spie­ler wei­ter zu ent­wi­ckeln. Da­von pro­fi­tiert dann auch die Qua­li­tät der Mann­schaft.“Dass es ganz oh­ne Rou­ti­niers nun auch nicht geht, da­von muss man Er­kens nicht erst über­zeu­gen. „Spie­ler wie Se­bas­ti­an Dü­vert, Si­mon Ol­fen, Micha­el Pesch oder Mar­cel Ranft bil­den das Ge­rüst, an dem sich die jun­gen Spie­ler an­leh­nen kön­nen.“

Als Sai­son­ziel gibt Er­kens dann auch vor, oben mit­zu­spie­len. „Die Ale­man­nia hat in der A-Li­ga im­mer ei­ne gu­te Rol­le ge­spielt – und das wol­len wir fort­set­zen. Al­ler­dings muss die Mann­schaft mit De­mut an die­se Auf­ga­be her­an­ge­hen. Denn es darf nicht pas­sie­ren, dass wir aus der Be­zirks­li­ga kom­men und auch nur ei­nen un­se­rer Geg­ner un­ter­schät­zen.“

RP-FO­TO: HEINZ SPÜTZ

So geht der VfB Ale­man­nia Pfald­zorf in die Sai­son 2017/18: (oben von links) Bern­hard Hinz (Be­treu­er), Hen­drik De­nis­sen, Fre­de­rik Diels, Mi­ka Ecker­mann, To­bi­as van de Loo, Mar­tin Koe­nen, Phi­lip Mil­den­ber­ger, Do­mi­nik Kon­stancz­ak, Kai Riech­mann, Uli Krop­manns (Co-Trai­ner), Tho­mas Er­kens (Trai­ner); (un­ten von links) Da­vid Ro­the­mel, Si­mon Bart­jes, And­re Seif­fert, Tom Strodt, Se­bas­ti­an Dü­vert, Le­vi Ecker­mann, Mar­vin Floun­ders, Kay Tön­ni­ßen, Lars Völ­pert, Si­mon Ol­fen Es feh­len: Ti­mo Au­sch­ner, Do­mi­nik van Baal, Ja­mie Cas­pers, Ste­fan Em­mers, Da­ni­el Gra­nitza, Nils Mil­den­ber­ger, Re­ne Naß, Micha­el Pesch und Mar­cel Ranft.

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