Die E-Kar­te ist ein Flop

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON JAN DREBES

Gera­de erst wur­de der Test­lauf mit der um­strit­te­nen elek­tro­ni­schen Gesundheitskarte be­en­det und die bun­des­wei­te Ver­brei­tung be­schlos­sen, schon folgt die nächs­te Kam­pa­gne ge­gen den Da­ten­spei­cher für Ver­si­cher­te. Von Plä­nen der Bun­des­re­gie­rung ist jetzt die Re­de, die Kar­te nach der Bun­des­tags­wahl für ge­schei­tert zu er­klä­ren. Es wun­dert nicht, dass sich mit die­sen Wor­ten nie­mand der sonst durch­aus aus­kunfts­freu­di­gen Funk­tio­nä­re aus Ärz­te- und Kas­sen­ver­bän­den zi­tie­ren las­sen will.

Mal ehr­lich: Die Struk­tu­ren der Bran­che sind der­art ver­krus­tet und die In­ter­es­sen teils so ge­gen­läu­fig, dass klar ist, war­um die Ver­brei­tung der Kar­te so lan­ge dau­ert. Elf Jah­re Ent­wick­lungs­dau­er und ge­schätz­te 1,7 Mil­li­ar­den Eu­ro Kos­ten sind kein Ruh­mes­blatt – we­der für die deut­sche Po­li­tik noch für die Selbst­ver­wal­tung der Bran­che. So muss die Kar­te schon als Flop gel­ten, lan­ge be­vor sie über­haupt zei­gen darf, was sie theo­re­tisch kann. Das ist in­so­fern be­dau­er­lich, als sie bei ei­nem si­che­ren Da­ten­aus­tausch nicht nur Ärz­ten, son­dern auch Pa­ti­en­ten ech­ten Mehr­wert bie­ten könn­te. BE­RICHT

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.