Ge­gen Plei­ten, Pech und Pannen im Ur­laub soll­ten sich Au­to­fah­rer mit spe­zi­el­len Rei­se­ver­si­che­run­gen wapp­nen.

Rheinische Post Goch - - BLICKPUNKT KLEVE -

Au­to­rei­sen lie­gen im Trend. Knapp die Hälf­te der Deut­schen fuhr 2016 laut Rei­se­ana­ly­se der For­schungs­ge­mein­schaft Ur­laub und Rei­sen mit dem ei­ge­nen Fahr­zeug in die Fe­ri­en. Vie­le blie­ben in der Hei­mat oder fuh­ren zu den Nach­barn.

Ganz oh­ne Ri­si­ko rollt’s aber auch in Eu­ro­pa nicht: Au­tos blei­ben lie­gen, ver­un­fal­len oder wer­den ge­klaut. Ge­gen Plei­ten, Pech und Pannen schüt­zen Rei­se­ver­si­che­run­gen. Kfz-Haft­pflicht Sie ist Ge­setz, und das aus gu­tem Grund. Ver­ur­sa­chen Au­to­fah­rer mit ih­rem Fahr­zeug Un­fäl­le, zahlt die Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung die da­durch ent­stan­de­nen Per­so­nen-, Sach- und Ver­mö­gens­schä­den des Un­fall­geg­ners bis zur ver­ein­bar­ten Min­dest­ver­si­che­rungs­sum­me. Die liegt auf­grund der Hö­he der An­sprü­che un­ter Um­stän­den bei 100 Mil­lio­nen Eu­ro. Kas­ko­ver­si­che­rung Sie kommt für Schä­den am ei­ge­nen Fahr­zeug auf. Die Teil­kas­ko springt nach Dieb­stahl, Na­tur­ge­wal­ten, Feu­er, aber auch Glas­bruch und Zu­sam­men­stoß mit Haar­wild ein. Die Voll­kas­ko­ver­si­che­rung er­setzt dar­über hin­aus al­le wei­te­ren Schä­den, bei­spiels­wei­se nach selbst­ver­schul­de­ten Un­fäl­len oder Van­da­lis­mus. Schutz­brief Er hilft bei Pannen und Un­fäl­len. Die Leis­tun­gen rei­chen von der Pan­nen­hil­fe bis zum Kran­ken­rück­trans­port und Be­reit­stel­len ei­nes Miet­au­tos. Schutz­brief­leis­tun­gen bie­ten Au­to­mo­bil­clubs und die Kfz-Ver­si­che­rer. Vor al­lem im Ausland ist die un­bü­ro­kra­ti­sche, schnel­le Hil­fe der Ser­vice­zen­tra­len äu­ßerst nütz­lich. Wer noch kei­nen Schutz­brief hat, kann die Leis­tun­gen auch kurz­fris­tig vor dem Ur­laub für we­nig Geld bei den Ver­si­che­rern bu­chen. Mo­bi­li­täts­ga­ran­tie Neu­wa­gen­be­sit­zer kön­nen sich über den in der Re­gel kos­ten­lo­sen Pan­nen­schutz freu­en. Die Au­to­bau­er sor­gen auch für die Wei­ter­fahrt oder Heim­rei­se, falls das Au­to vor Ort nicht re­pa­ra­bel ist. Im­mer vor­aus­ge­setzt, die Fahr­zeu­ge wer­den nach Her­stel­ler­vor­ga­ben bei den teil­neh­men­den Ser­vice­part­nern re­gel­mä­ßig ge­war­tet. Die ein­zel­nen Leis­tun­gen ste­hen im Klein­ge­druck­ten. Ver­kehrs-Rechts­schutz Die Rechts­schutz­ver­si­che­rung über­nimmt das fi­nan­zi­el­le Ri­si­ko von Strei­tig­kei­ten und leis­tet ju­ris­ti­sche Hil­fe nach Un­fäl­len oder beim Vor­wurf ei­ner Ord­nungs­wid­rig­keit. Ge­zahlt wer­den die Kos­ten für An­walt, Ge­richt und wenn nö­tig die für Sach­ver­stän­di­ge und Zeu­gen. Im Ausland ver­mit­teln vie­le Ver­si­che­run­gen zu­dem deutsch­spra­chi­ge An­wäl­te. Aus­lands­scha­den­schutz Oft sind die Leis­tun­gen der Kfz- Haft­pflicht­ver­si­che­rung im Ausland deut­lich nied­ri­ger als hier­zu­lan­de. Kommt es mit dem ei­ge­nen Fahr­zeug zu ei­nem Crash mit ei­nem aus­län­di­schen Un­fall­geg­ner, gleicht der Aus­lands­scha­den­schutz die­se Dif­fe­renz aus. Der Zu­satz­bau­stein kann ge­gen Auf­preis zur Kfz-Haft­pflicht da­zu ge­bucht wer­den. Auch die „Mallor­ca-Po­li­ce“de­ckelt die oft nied­ri­gen Min­dest­ver­si­che- rungs­sum­men in der Haft­pflicht im Ausland. Cam­ping­po­li­ce Rei­se­mo­bi­le sind heut­zu­ta­ge hoch­wer­tig be­stückt. Die Ver­si­che­rung zahlt für das Fahr­zeug und fest in­stal­lier­tes Zu­be­hör, für teu­re be­weg­li­che Uten­si­li­en je­doch nicht. Hier springt die Cam­ping­po­li­ce ein. Da­für muss das Rei­se­mo­bil aber fest auf ei­nem of­fi­zi­el­len Cam­ping­platz oder im Win­ter­la­ger ste­hen.

Da­mit das Ur­laubs­ver­gnü­gen nicht zum De­sas­ter wird, soll­ten sich Ur­lau­ber im Vor­feld über die pas­sen­de Ver­si­che­rung in­for­mie­ren.

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