Mu­sik-Bil­der mit Gra­na­dos „Goy­e­scas“

Rheinische Post Goch - - LOKALE KULTUR - VON BAR­BA­RA MÜHLENHOFF

Ab­schluss des Kla­vier­som­mers im Forst­gar­ten am Sonn­tag mit dem Pia­nis­ten Jo­op Ce­lis

KLE­VE Der Ein­la­dung zum Ab­schluss­kon­zert des Kle­vi­schen Kla­vier­som­mers ist ein nie­der­län­di­scher Pia­nist ger­ne ge­folgt: Jo­op Ce­lis kommt am kom­men­den Sonn­tag, 13. Au­gust, 17 Uhr in den Forst­gar­ten.

Jo­op Ce­lis er­hielt ers­ten Kla­vier­un­ter­richt mit neun Jah­ren und stu­dier­te spä­ter bei Jo Dus­sel­dorp am Con­ser­va­to­ri­um Maas­tricht. Sei­nen Ab­schluss leg­te er 1979 mit Aus­zeich­nung ab; es folg­ten wei­te­re Stu­di­en bei Paul Ba­du­ra-Sko­da an der Folk­wang-Mu­sik­hoch­schu­le Es­sen. Mit fünf­zehn Jah­ren war er Ge­win­ner ei­nes hol­län­di­schen Wett­be­werbs für jun­ge Pia­nis­ten, vier Jah­re spä­ter er­hielt er den 3. Preis beim Bu­so­ni-Wett­be­werb in Bo­zen; zu­dem ist er Preis­trä­ger des Tromp Wett­be­werbs in Eind­ho­ven und der Épi­nal In­ter­na­tio­nal Pia­no Com­pe­ti­ti­on (Frank­reich).

Ne­ben Re­ci­tals und Kam­mer­kon­zer­ten hat Ce­lis ei­ne Rei­he von Auf­nah­men für meh­re­re in­ter­na­tio­na­le Rund­funk­an­stal­ten so­wie CDs ein­ge­spielt. Sein Re­per­toire reicht von Klas­sik über Ro­man­tik bis zum fran­zö­si­schen Im­pres­sio­nis­mus und zur Nach­ro­man­tik.

Jo­op Ce­lis ist Do­zent an der Ho­ge­school Zuyd Con­ser­va­to­ri­um in Maas­tricht und am Lem­mens Cam­pus der LU­CA School of Arts im bel­gi­schen Lö­wen; dar­über hin­aus gibt er re­gel­mä­ßig Meis­ter­kur­se im Ausland, u.a. in Bel­gi­en, Por­tu­gal und Asi­en.

Zu sei­nem Pro­gramm zum Ab­schluss des Kle­vi­schen Kla­vier­som­mers zählt Franz Schu­berts Im­promp­tu op. 90 Nr. 3, ein rei­fes und kom­ple­xes Cha­rak­ter­stück; da­zu die Cho­pin-Bal­la­de Nr. 4 und Clau­de De­bus­sys Zy­klus „Estam­pes“mit den drei Bil­dern „Pa­go­des“(„Pa­go­den“), „La soi­rée dans Gre­na­de“(„Ein Abend in Gra­na­da“) und „Jar- dins sous la plu­ie“(„Gär­ten im Re­gen“).

En­ri­que Gra­na­dos drei Sät­ze aus „Goy­e­scas“be­schlie­ßen das Kon­zert: Die Um­set­zung der Bil­der in Mu­sik sah Gra­na­dos als sein höchs­tes Ziel an. Ent­stan­den sind ex­pres­sio­nis­ti­sche Stü­cke, spa­ni­sche Mu­sik mit Wur­zeln in der mit­tel­eu­ro­päi­schen Ro­man­tik, die vor al­lem in ih­ren Rhyth­men ei­nen Ver­gleich mit ei­ni­gen Wer­ken De­bus­sys zu­lässt.

Der Ein­tritt ist frei, der „Spen­den­schwan“wird an ge­wohn­ter Stel­le für freund­li­che Spen­den pa­rat ste­hen.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen über den Mu­sik­som­mer des Kle­vi­schen Ver­eins auch auf der Web­sei­te www.kle­vi­scher-kla­vier­som­mer.de .

FOTO: KLA­VIER­SOM­MER/ M.L. VAN BUREN

Jo­op Ce­lis gas­tiert zum Ab­schluss beim Kle­ver Kla­vier­som­mer im Forst­gar­ten.

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