Treu zur Kir­che

Rheinische Post Goch - - LESERBRIEFE - H. Ge­org Schmitz 47839 Kre­feld

Zu „Kir­che der Über­zeug­ten“(RP vom 22. Ju­li): Dann will ich mal den Glau­ben öf­fent­lich le­ben, wie Horst Tho­ren das in sei­nem Leit­ar­ti­kel vor­schlägt. Ich bin ei­ner von den zehn Pro­zent in der ka­tho­li­schen Kir­che, die noch re­gel­mä­ßig sonn­tags die Mes­se be­su­chen. Und da ich das als je­mand, der treu zu sei­ner Kir­che ste­hen will, als Mi­ni­mal­an­for­de­rung be­grei­fe, tue ich na­tür­lich für mei­ne Kir­che noch mehr als das. Laut Bi­schofs­kon­fe­renz sind „Der Got­tes­dienst­be­such am Sonn­tag und die Fei­er der Hei­li­gen Mes­se . . . zen­tra­ler Be­stand­teil des christ­li­chen Glau­bens“. Da kann doch je­mand, der dies ab­lehnt – näm­lich der über­wie­gen­de Teil der Ka­tho­li­ken – nicht ob­jek­tiv als treu be­zeich­net wer­den. Sub­jek­tiv mö­gen sich mehr als zehn Pro­zent als „treu zu ih­rer Kir­che“be­zeich­nen. Dies aber, weil sie frei nach dem Pip­pi-Langs­trumpf-Mot­to: „Ich mach’ mir die Kirch’ wie sie mir ge­fällt“le­ben. Was ih­nen nicht ge­fällt, wird aus­ge­las­sen be­zie­hungs­wei­se nicht be­folgt.

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