Si­cher­heits­ri­si­ko Trump

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON FRANK HERRMANN

Do­nald Trumps kaum be­män­tel­te War­nung vor ei­nem Atom­schlag ge­gen Nord­ko­rea hat all je­ne be­stärkt, die mei­nen, dass die­ser Prä­si­dent wohl nichts mehr da­zu­lernt. Er kann es ein­fach nicht aus­ste­hen, wenn ihn ei­ner über­trumpft. Droht Kim Jong Un, droht er um­so stär­ker zu­rück. Of­fen­bar geht es ihm min­des­tens so sehr um sein Ego wie dar­um, stra­te­gi­sche Zie­le durch­zu­set­zen. Das Ab­sur­de dar­an ist, dass sich der Staats­chef der Su­per­macht auf das Ni­veau des Dik­ta­tors ei­nes wirt­schaft­lich hoff­nungs­los ab­ge­häng­ten Lan­des be­gibt. Auf das Ni­veau ei­nes Au­to­kra­ten.

Was bleibt noch an ame­ri­ka­ni­scher Glaub­wür­dig­keit, wenn der Prä­si­dent Wor­te wählt, die be­son­ne­ne­re Köp­fe in der Re­gie­rung dann müh­sam ein­zu­fan­gen ver­su­chen, nur um er­neut dü­piert zu wer­den? Der Letz­te im Wei­ßen Haus, der am nu­klea­ren Ab­grund wan­del­te, war John F. Ken­ne­dy, 1962 wäh­rend der Ku­ba­kri­se. Al­ler­dings ver­zich­te­te er auf das alt­tes­ta­men­ta­ri­sche Vo­ka­bu­lar, des­sen sich Do­nald Trump heu­te be­dient. Ken­ne­dy war ein Kri­sen­ma­na­ger. Trump ist ein Si­cher­heits­ri­si­ko. BE­RICHT

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