Stan­dards beim Müll

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON HORST THOREN

Wenn von Ge­büh­ren die Re­de ist, be­kom­men et­li­che Bür­ger ei­nen di­cken Hals. Zu hoch, nicht voll­zieh­bar, rei­ne Ab­zo­cke. So lau­ten die Vor­wür­fe ge­gen die Um­la­gen, die die Kom­mu­nen für Ab­was­ser, Ab­fall, Stra­ßen­rei­ni­gung und ähn­li­che Di­enst­leis­tun­gen for­dern. Ge­ra­de beim Müll stinkt es vie­len, weil des­sen Be­sei­ti­gung re­gel­mä­ßig teu­rer ge­wor­den ist. Da über­rascht die ak­tu­el­le Mel­dung, dass die Müllgebühren leicht ge­sun­ken sind. Die gu­te Nach­richt wird so­gleich re­la­ti­viert. Bil­li­ger ge­wor­den ist es nicht über­all. Zu­dem sind die Un­ter­schie­de von Ort zu Ort wei­ter­hin er­heb­lich. Weil auch die Leis­tun­gen kaum ver­gleich­bar sind, fehlt es an Kos­ten­trans­pa­renz. Schließ­lich macht es ei­nen Un­ter­schied, ob der Müll wö­chent­lich oder al­le vier­zehn Ta­ge ab­ge­holt wird.

Was bleibt, ist das un­gu­te Ge­fühl, kei­ne Wahl zu ha­ben und zah­len zu müs­sen, was die Wohn­ge­mein­de ver­langt. Wenn aber Wett­be­werb nicht mög­lich ist, muss zu­min­dest die Fra­ge er­laubt sein, ob es nicht im Land der DIN-Nor­men auch für kom­mu­na­le Di­enst­leis­tun­gen Stan­dards und da­mit auch stan­dar­di­sier­te Prei­se ge­ben soll­te. Dar­über muss Po­li­tik nach­den­ken. BE­RICHT

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