Ich und mein Buchs­baum­züns­ler

Rheinische Post Goch - - GRENZLAND POST - BIANCA MOKWA

Er ist da. Und er ist nicht zu über­se­hen. Er scheint aus­ge­spro­chen hung­rig zu sein und hat es lei­der auch bis in die­sen Gar­ten ge­schafft: der Buchs­baum­züns­ler.

Ei­ne Freun­din be­trau­ert be­reits ih­re ge­pfleg­ten, ehe­mals grü­nen Blät­ter­ku­geln, von de­nen nur noch braune Zwei­ge ge­blie­ben sind. Sie muss al­ler­dings auch zu­ge­ben, dass die­se ge­frä­ßi­ge grü­ne Rau­pe sie mit den schwar­zen Knopf­au­gen sehr rüh­rend und völ­lig oh­ne Arg­wohn an­ge­schaut ha­be.

„Kanns­te mal se­hen, die will auch nur le­ben“, mein­te dar­auf der Kol­le­ge.

Aber im klei­nen Buchs­baumBusch steck­te nun ei­ne gan­ze Her­de die­ser Pla­ge­geis­ter. Was tun?

Das jüngs­te Fa­mi­li­en­mit­glied hat­te die ret­ten­de und tier­freund­lichs­te Idee, wie mit dem Be­fall um­zu­ge­hen ist. Man müss­te den Züns­ler­rau­pen ein­fach ei­ne gro­ße Wie­se vol­ler Buchs­bäu­me zur Ver­fü­gung stel­len, nach Art ei­ner Schmet­ter­lings­wie­se. Zur Si­cher­heit müss­te ein Schild da­vor: „Bei Ver­las­sen die­ser Buchs­baum­scho­nung: Le­bens­ge­fahr.“

Das wird hel­fen. Kön­nen Rau­pen ei­gent­lich le­sen?

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