Azu­bis auf Rei­sen

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON HORST THOREN

In ei­ner Welt, in der na­he­zu je­der sei­nen Ur­laub in fer­nen Lan­den ver­bringt, über­rascht die Nach­richt, dass Azu­bis nicht von zu Hau­se weg­wol­len. Wä­ren näm­lich die Schul­ab­gän­ger im Be­ruf so fle­xi­bel wie in den Fe­ri­en, könn­ten fast al­le ei­nen Aus­bil­dungs­platz be­kom­men. Es gibt ge­nü­gend An­ge­bo­te – al­ler­dings häu­fig nicht im hei­mat­li­chen Um­feld und oft ge­nug auch nicht im Traum­be­ruf. Weil Bay­ern boomt, wer­den dort Azu­bis ge­sucht, wäh­rend in NRW Aus­bil­dungs­plät­ze feh­len. Al­so: Auf nach Bay­ern? So ein­fach ist das nicht. Ju­gend­li­che vom Rhein, die sich nah der Al­pen aus­bil­den las­sen wol­len, könn­ten dort Kost und Lo­gis kaum be­zah­len. Wer al­so Fle­xi­bi­li­tät von jun­gen Leu­ten ein­for­dert, muss auch über ei­ne Aus­bil­dungs­för­de­rung ähn­lich Bafög nach­den­ken. Nicht oh­ne Grund for­dert das Hand­werk ei­ne Art Stu­den­ten­ti­cket für Azu­bis. Denn selbst in NRW gibt es ab­ge­le­ge­ne Re­gio­nen, in de­nen Aus­zu­bil­den­de ge­sucht wer­den. Wer vom Nach­wuchs Fle­xi­bi­li­tät for­dert, soll­te We­ge fin­den, die Be­rufs­bil­der at­trak­ti­ver zu gestal­ten. Wer als Un­ter­neh­mer Aus­bil­dung för­dert, tut et­was für die Aus­zu­bil­den­den – aber auch für sei­nen wirt­schaft­li­chen Er­folg. BE­RICHT

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