KULTURTIPPS

Rheinische Post Goch - - KULTUR GESCHICHTE IN BILDERN -

Ei­ne Lie­be über den Tod hin­aus

Buch Für sie war es der „Traum­mann“, und auch bei Ste­phan Ge­org Schmidt „funk­te“es so­fort. Das Paar ver­band ei­ne in­ni­ge Lie­be und ein tie­fer Glau­be an Gott. Der Jour­na­list Schmidt war Mit­glied der kon­ser­va­ti­ven ka­tho­li­schen Or­ga­ni­sa­ti­on „Opus Dei“und wur­de spä­ter Pres­se­spre­cher des Köl­ner Erz­bi­schofs Jo­sef Kar­di­nal Meis­ner. Ma­ria Elisabeth Schmidt, die der Glau­bens­ge­mein­schaft „Re­gnum Chris­ti“an­ge­hört, fand ih­re be­ruf­li­che Er­fül­lung bei „Kid­sNet“. Die­ses Pro­jekt, in des­sen Mit­tel­punkt das Kin­des­wohl steht, „er­füll­te mein Le­ben mit dem Sinn, nach dem ich so lan­ge ge­sucht hat­te“, schreibt sie in ih­rem Buch, das im zwei­ten Teil den Lei­dens­weg ih­res Man­nes schil­dert. Bei ihm war ein Hirn­tu­mor ent­deckt wor­den, der auch nach ei­ner Ope­ra­ti­on wei­ter wü­te­te. Im Al­ter von nur 50 Jah­ren er­lag er sei­nem schwe­ren Lei­den. Ma­ria Elisabeth Schmidts Buch über die gu­ten wie schwe­ren Zei­ten an der Sei­te ih­res Man­nes lässt wohl nie­man­den un­be­rührt. hüw Band und min­des­tens zwei E-Gi­tar­ren ein­ge­spielt hat­te, hat sie voll­kom­men neu ar­ran­giert, mit reich­lich Strei­chern ein­ge­rich­tet, und sie klagt da­zu übers Zu­rück­ge­wie­sen­wer­den: „I want you and you want so­me­thing mo­re be­au­ti­ful.“In ei­nem In­ter­view sag­te die Mu­si­ke­rin neu­lich, sie ha­be den Song­text frü­her schon sehr ge­mocht, nur die Mu­sik lei­der nicht. Spä­ter zählt sie im Song „Till De­ath“auf, was ei­nem im Le­ben al­les Schick­sal­haf­tes wi­der­fah­ren kann: Sie singt von Post­trau­ma­ta und fährt da­zu ei­nen Satz Blä­ser hoch. Das klingt nun nicht ge­ra­de er­bau­lich, aber ei­gent­lich ist es ein Lie­bes­lied: Sie dankt ih­rem Freund, dass er das mit ihr durch­ge­stan­den hat. Na­tür­lich ist das nicht ge­ra­de Mu­sik, zu der man frei­hän­dig mit dem Fahr­rad zum Bag­ger­see fährt, son­dern eher et­was, das man sich schon jetzt für dunk­le Win­terSonn­ta­ge zu­rück­le­gen kann. Im letz­ten Song lässt Mi­chel­le Zau­ner bloß noch Glo­cken läu­ten. Man wünscht ihr nur das Bes­te.

kl

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