Kul­tur-Fach­frau Ul­le Schauws im Mu­se­um Goch

Rheinische Post Goch - - GOCH / UEDEM - VON AN­JA SETTNIK

Grü­ne im Kreis hol­ten für den Bun­des­tags-Wahl­kampf Par­tei­freun­din aus Kre­feld an den lin­ken Nie­der­rhein.

GOCH Es gibt grö­ße­re Mu­se­en in Nord­rhein-West­fa­len, auch sol­che, die öf­ter in über­re­gio­na­len Schlag­zei­len zu fin­den sind. Aber be­son­ders und im­mer ei­nen Be­such wert ist auch das Mu­se­um Goch. Das be­wies jetzt die Grü­nen-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Ul­le Schauws aus Kre­feld, die das Haus zehn Tage vor der Bun­des­tags­wahl be­such­te und sich ins­be­son­de­re von den Ide­en des Lei­tungs­teams sehr an­ge­tan zeig­te. Ste­phan Mann als Di­rek­tor und sein Stell­ver­tre­ter Stef­fen Fi­scher führ­ten die Ab­ge­ord­ne­te, die von Ruth Seidl vom Vor­stand des Frau­en­kul­tur­bü­ros NRW so­wie von Par­tei­freun­den aus dem Kreis be­glei­tet wur­de, durch das Mu­se­um.

Ul­le Schauws ist die kul­tur­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Grü­nen-Bun­des­tags­frak­ti­on. Sie un­ter­stützt Bru­no Jöb­kes aus Wach­ten­donk, der zum drit­ten Mal für sei­ne Par­tei als Bun­des­tags­kan­di­dat an­tritt. Jöb­kes und Her­mann Bren­dieck von den Go­cher Grü­nen kom­plet­tier­ten die Mann­schaft, die an­schlie­ßend noch ei­nen Ter­min in Kle­ve hat­te. Dort, bei SOS Aus­bil­dung und Be- schäf­ti­gung, ging es um Hil­fen für be­nach­tei­lig­te Menschen auf dem Ar­beits­markt. Ul­le Schauws hat bei SOS an­fangs der 2000er Jah­re ei­ne Wei­le als Fall­ma­na­ge­rin für Hart­zIV-Be­zie­her ge­ar­bei­tet. Auch un­ter­stütz­te sie Schü­ler von För­der­schu­len bei der Be­rufs­ori­en­tie­rung.

Als stu­dier­te Fach­frau für Fil­mund Fern­seh­wis­sen­schaf­ten hat­te die Kre­fel­de­rin mit Me­di­en und Kul­tur schon im­mer zu tun. Die Fra­gen, mit de­nen sich Kul­tur­schaf­fen­de be­schäf­ti­gen, sind ihr des­halb nicht fremd. Im Mu­se­um Goch wird es um die Funk­ti­on und so­zia­le Ver­ant­wor­tung von Künst­lern für die Ge­sell­schaft (und an­ders her­um) spä­ter im Ge­spräch si­cher auch noch ge­gan­gen sein, eben­so um För­der­mög­lich­kei­ten. Zu­nächst er­läu­ter­te je­doch Mann sein Kon­zept. Be­kannt­lich küm­mert sich das Haus vor­ran­gig um jun­ge Ge­gen­warts­kunst, ist in­ter­na­tio­nal auf­ge­stellt und be­müht sich um den Dia­log zwi­schen Kunst und Bür­gern. „Bil­dung ver­zah­nen“, die Menschen mit ihr kon­fron­tie­ren, oh­ne sie zu be­leh­ren – dar­um geht es der Mu­se­ums­lei­tung. Das Auf­ein­an­der­tref­fen von mo­der­ner Kunst, klas­si­scher Ma­le­rei und go­ti­schen Skulp­tu­ren fan­den die Gäs­te span­nend.

RP-FO­TO: EVERS

Die Büs­te des is­rae­li­schen Künst­lers Gil Shachar, der in Düs­sel­dorf lebt, be­ein­druck­te die „grü­nen“Gäs­te be­son­ders. Vor­ne links: Ul­le Schauws.

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