Im Fall Sa­mi A. dro­hen wei­te­re Zwangs­gel­der

Rheinische Post Goch - - POLITIK -

DÜS­SEL­DORF (kib) Im Fall des ab­ge­scho­be­nen Tu­ne­si­ers Sa­mi A. dro­hen dem Land wei­te­re Zwangs­gel­der. Soll­te die Bochu­mer Aus­län­der­be­hör­de nichts Sub­stan­zi­el­les un­ter­nom­men ha­ben, um den Ge­fähr­der nach Deutsch­land zu­rück­zu­ho­len, könn­te Sa­mi A.s An­wäl­tin wei­te­re An­trä­ge stel­len, hieß es in Jus­tiz­krei­sen. Das Zwangs­geld sei ein Beu­ge­mit­tel und kön­ne wie­der­holt ein­ge­setzt wer­den. Heu­te um Mit­ter­nacht läuft die Frist aus, die das Ver­wal­tungs­ge­richt Gel­sen­kir­chen auf An­trag der An­wäl­tin ge­setzt hat­te. Die Aus­län­der­be­hör­de wur­de un­ter An­dro­hung ei­nes Zwangs­gel­des von 10.000 Eu­ro auf­ge­for­dert, Sa­mi A. bis zu die­sem Zeit­punkt spä­tes­tens zu­rück­zu­ho­len. Die Aus­län­der­be­hör­de ha­be zwar da­ge­gen Be­schwer­de ein­ge­legt. Die­se hat aber nach An­ga­ben des Ver­wal­tungs­ge­richts kei­ne auf­schie­ben­de Wir­kung. Soll­te die Aus­län­der­be­hör­de nicht noch ei­nen An­trag auf Aus­set­zung des Voll­zugs der an­ge­droh­ten Maß­nah­me stel­len, wür­de das Zwangs­geld fäl­lig. Wie aus in­for­mier­ten Krei­sen ver­lau­te­te, be­stä­tig­te das Aus­wär­ti­ge Amt in­zwi­schen, dass Sa­mi A. in Tu­ne­si­en auf frei­em Fuß ist, aber das Land nicht ver­las­sen darf.

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