Thea­ter­mann Al­fons Höck­mann tot

Rheinische Post Hilden - - DÜSSELDORFER KULTUR - VON BER­TRAM MÜL­LER

Sein Na­me ist eng mit der „Ko­mö­die“ver­bun­den, je­nem Bou­le­vard­Thea­ter an der St­ein­stra­ße, dem er von 1968 bis 2003 als Prin­zi­pal vor­stand, bis 2001 zu­sam­men mit sei­ner ers­ten Ehe­frau In­grid Braut: Al­fons Höck­mann ist jetzt 90-jäh­rig ge­stor­ben.

Wer sich noch an die ho­he Zeit der Ära Höck­mann/Braut er­in­nert, der weiß, dass Düs­sel­dorf für solch ein Thea­ter der idea­le Ort war. Un­weit der Kö­nigs­al­lee bot die „Ko­mö­die“all das, was das Schau­spiel­haus nicht auf­füh­ren konn­te oder moch­te: Bou­le­vard­stü­cke, in de­nen fern­seh­be­kann­te Schau­spie­le­rin­nen und Schau­spie­ler Mo­de vor­führ­ten, die der un­ver­ges­se­ne Cou­turi­er Hanns Fried­richs ei­gens für die­sen Zweck ent­wor­fen hat­te. Die Stü­cke trans­por­tier­ten oft Zwei­deu­tig­kei­ten, die das mit­tel­al­te, gut si­tu­ier­te Pu­bli­kum da­zu brach­ten, sich vor Be­geis­te­rung auf die Schen­kel zu klop­fen. Selbst­ver­ständ­lich lös­ten sich all die amou­rö­sen, reich­lich La­cher pro­vo­zie­ren­den Ver­wick­lun­gen am En­de aufs Schöns­te auf, so dass man gut ge­launt ei­nen Be­such in der Alt­stadt an­schlie­ßen konn­te.

Al­fons Höck­mann und die Schau­spie­le­rin In­grid Braut ha­ben mit ih­rem En­sem­ble die­ses Be­dürf­nis nach leich­ter Un­ter­hal­tung jahr­zehn­te­lang ge­schickt be­frie­digt. Erst als 80-Jäh­ri­ger zog sich Höck­mann als Prin­zi­pal zu­rück und leg­te sein Le­bens­werk in jün­ge­re Hän­de.

Sei­ne zwei­te Ehe­frau, Il­se Höck­mann, be­glei­te­te ih­ren Ehe­mann lie­be­voll durch die letz­ten, im­mer be­schwer­li­cher wer­den­den Jah­re in ih­rem Heim in Kaarst. Er er­freu­te sich an sei­nem Gar­ten und pfleg­te wei­ter, woran ihm le­bens­lang lag: die Ge­sel­lig­keit.

FO­TO: THEA­TER

Al­fons Höck­mann.

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