Pich­ler: „Ich tre­te wie­der an“

Rheinische Post Kevelaer - - AUS DEM GELDERLAND -

sa­che. „Aber wenn wir hier ge­war­tet hät­ten, wä­ren wir auch in fünf Jah­ren nicht wei­ter. Wenn es ei­ne Mehr­heit gibt und die Ent­schei­dung so ge­trof­fen wird, ist das de­mo­kra­tisch.“Auch er als Bür­ger­meis­ter müss­te da­mit le­ben, dass Ent­schei­dun­gen fal­len, die ihm nicht so pas­sen. Beim Me­chel­ner Platz et­wa hät­te er sich ei­ne an­de­re Lö­sung ge­wünscht. „Aber der Rat hat nun ein­mal so ent­schie­den.“

Das sei auch der größ­te Un­ter­schied zu sei­nem Vor­gän­ger Axel Sti­bi, mein­te Pich­ler. Er sei da­für, dass Ent­schei­dun­gen ge­trof­fen und The­men nicht ver­tagt wer­den. „Das woll­te ich grund­le­gend an­ders ma­chen als mein Vor­gän­ger. Denn ich bin der Mei­nung, dass nur das ei­ne Stadt vor­an bringt.“Man kön­ne na­tür­lich im­mer wei­ter war­ten, aber dann stel­le man nach 50 Jah­ren plötz­lich fest, dass die Leu­te nicht mehr nach Keve­la­er kom­men, weil sich nichts ge­än­dert hat.

Die­se Ve­rän­de­rung von Keve­la­er sei ein schma­ler Grat. „Wir müs­sen die Stadt so ver­än­dern, dass wir den Cha­rak­ter nicht ver­än­dern, aber trotz­dem mo­der­ner wer­den.“Denn wenn Keve­la­er am En­de ver­wech­sel­bar wer­de, dann sei kei­nem ge­hol­fen.

Trotz al­ler Ent­schei­dun­gen ge­be es The­men, bei de­nen man nicht vor­an­kom­me. Ein­mal sprach er die un­end­li­che Ge­schich­te OW 1 an. Ein har­tes The­ma für das gan­ze Kreis­ge­biet sei aber auch die ärzt­li­che Ver­sor­gung auf dem Land. Me­di­zi­ner hät­ten „kei­nen Bock dar­auf, aufs Land zu ge­he“, mein­te Pich­ler. In den Orts­tei­len sei die­ses Pro­blem noch grö­ßer und ei­ne Lö­sung nicht in Sicht trotz man­cher Ide­en wie Stu­di­en­plät­ze für Ärz­te, die sich ver­pflich­ten, ei­ni­ge Jah­re aufs Land zu ge­hen. „Aber ich muss ganz ehr­lich sa­gen: Die­ses The­ma ha­be ich mir ein­fa­cher vor­ge­stellt.“ auf die Fra­ge, ob er sich an die An­re­de „Bür­ger­meis­ter“ge­wöhnt hat ob er noch oft auf die Fri­sur an­ge­spro­chen wird das schöns­te Er­leb­nis der ver­gan­ge­nen zwei Jah­re

RP-FO­TO: GOTT­FRIED EVERS

Bür­ger­meis­ter Do­mi­nik Pich­ler (M.) stell­te sich den Fra­gen von Josef Pauls und Lothar Tee­uw­sen (l.) von Kol­ping.

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