Gu­te Lau­ne bei der Volks­bank an der Niers

Rheinische Post Kevelaer - - AUS DEM GELDERLAND - VON MICHA­EL KLATT

Mehr als 330 ge­la­de­ne Gäs­te beim Neu­jahrs­emp­fang des Geld­in­sti­tuts. Rei­ner Cal­mund bringt den See Park in Gel­dern zum La­chen.

GEL­DERN Gu­te Zah­len und ein aus­ge­spro­chen lau­ni­ger Vor­trag des Haupt­red­ners: Al­le Zu­ta­ten wa­ren da für blen­den­de Lau­ne beim Neu­jahrs­emp­fang der Volks­bank an der Niers. Mehr als 330 ge­la­de­ne Gäs­te hat­ten sich im See Park Jans­sen in Gel­dern ver­sam­melt.

Volks­bank-Vor­stand Wil­fried Bosch ver­kün­de­te „sehr gu­te Zah­len“bei wei­ter­hin nicht ein­fa­chen Rah­men­be­din­gun­gen. Das bi­lan­zi­el­le Kre­dit­wachs­tum stieg im ver­gan­ge­nen Jahr um mehr als sie­ben Pro­zent an. „Da­mit lie­gen wir über der markt­üb­li­chen Ent­wick­lung“, be­ton­te Bosch. Die Ein­la­gen der Bank und die Geld­an­la­gen bei den Part­nern Uni­on In­vest­ment so­wie R+V-Ver­si­che­run­gen wuch­sen eben­falls, und zwar um rund 3,5 Pro­zent. Die Bi­lanz­sum­me be­läuft sich auf 2,3 Mil­li­ar­den Eu­ro. Mehr als 1000 neue Mit­glie­der lie­ßen 2017 die Ge­samt­zahl auf 51.500 an­wach­sen. „Wir blei­ben die Num­mer eins an der Niers“, rief Bosch in den Saal.

Nach wie vor füh­le sich die Volks­bank den ge­nos­sen­schaft­li­chen Wer­ten ver­pflich­tet, die an den vor 200 Jah­ren ge­bo­re­nen Fried­rich Wil­helm Raiff­ei­sen an­ge­lehnt sei­en. Er, dem mo­ra­li­schen Kom­pass fol­gend und christ­li­chen Prin­zi­pi­en ver­pflich­tet, blei­be Vor­bild. „Wir le- ben Raiff­ei­sens So­li­da­ri­tät“, führ­te Bosch aus. Ih­re ex­pan­si­ve Po­li­tik will die Volks­bank an der Niers 2018 fort­set­zen.

Ein wich­ti­ges The­ma bleibt die Di­gi­ta­li­sie­rung. Bosch er­in­ner­te an die Di­gi­ta­li­sie­rungs­mes­se, die für Volks­bank-Mit­ar­bei­ter im No­vem­ber auf Schloss Wis­sen statt­fand. 30 Ju­gend­be­ra­ter füh­ren Schü­ler, Be-

Wil­fried Bosch rufs­star­ter und jun­ge Er­wach­se­ne an die An­ge­bo­te des In­sti­tuts her­an. An den 45 Geld­au­to­ma­ten im Ge­schäfts­ge­biet gab es im ver­gan­ge­nen Jahr 2,1 Mil­lio­nen Aus­zah­lungs­trans­ak­tio­nen mit ei­ner Ge­samt­sum­me von 400 Mil­lio­nen Eu­ro. Die Kun­den­be­fra­gung im Som­mer ha­be gu­te Er­geb­nis­se ge­bracht. Bosch dank­te al­len Mit­ar­bei­tern für ih­ren Ein­satz und ih­re Loya­li­tät.

Mehr als 425.000 Eu­ro flos­sen von der Volks­bank als Spen­den und Spon­so­ring an Ver­ei­ne und Initia­ti­ven in der Re­gi­on. Da­von hat al­lei­ne die Stif­tung für Hei­mat­for­schung und Hei­mat­pfle­ge rund 24.000 Eu­ro aus­ge­schüt­tet. Po­si­tiv spür­bar sei das „Niers-Fun­ding“ge­we­sen. Nach dem Mot­to „Vie­le schaf­fen mehr“sei­en bis­her 38 Pro­jek­te mit 55.000 Eu­ro ge­för­dert wor­den.

Ei­ni­ge War­nun­gen sprach Bosch aus. „Fin­ger weg von Bit­co­ins“, riet er. Die­se im In­ter­net ge­han­del­te Kryp­towäh­rung wer­de von Ex­per­ten zwar noch nicht als Ge­fahr für die Fi­nanz­märk­te ge­se­hen, doch der Ruf nach stren­ge­ren Re­geln wer­de laut. Und Vor­sicht sei ge­bo­ten bei den ab heu­te gel­ten­den neu­en EURicht­li­ni­en im Zah­lungs­ver­kehr. „Prü­fen Sie ge­nau, wem Sie Zu­gang zu Ih­ren Bank­da­ten ge­wäh­ren“, mahn­te der Volks­ban­ker.

Bei­fall wie Bosch und da­zu je­de Men­ge La­cher ern­te­te Rei­ner Cal­mund, der sich als Haupt­red­ner des The­mas „Mit Kom­pe­tenz und Lei­den­schaft zum Er­folg“an­nahm. Der frü­he­re lang­jäh­ri­ge Ma­na­ger von Bay­er Le­ver­ku­sen zog vie­le Par­al­le­len zwi­schen Fuß­ball und Wirt­schaft. „Die Eck­pfei­ler sind iden­tisch“, stell­te der Gast fest, der, ob­wohl ge­sund­heit­lich an­ge­schla­gen, die Zu­hö­rer im­mer wie­der mit­riss. Tra­di­ti­on schie­ße kei­ne To­re und si­che­re kei­nen Um­satz, for­mu­lier­te er. Er­folg hät­ten auch nicht in­tel­li­gen­te, kom­pe­ten­te Schlaf­ta­blet­ten. Lei­den­schaft und Te­am­geist sei­en die wich­tigs­ten Kri­te­ri­en, wich­tig sei auch die Nach­wuchs­för­de­rung. Und vor al­lem: „Nicht quat­schen und me­ckern, son­dern ma­chen.“

„Prü­fen Sie ge­nau, wem

Sie Zu­gang zu Ih­ren Bank­da­ten ge­wäh­ren“

Volks­bank-Vor­stand

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