Es gibt kei­ne un­be­kann­te To­ten

Rheinische Post Kevelaer - - KEVELAER / WEEZE -

Auf dem Fo­to mit dem Ge­denk­kreuz sind 17 Na­men der To­ten des Luft­an­griffs auf das Weh­r­er­tüch­ti­gungs­la­ger Harz­beck und sechs un­be­kann­te To­te. In dem Schrei­ben vom 24. Au­gust 1944 von der Hit­ler-Ju­gend, Ge­biet Ruhr-Nie­der­rhein, an die Po­li­zei­ver­wal­tung Wachtendonk sind sie­ben ver­miss­te Ju­gend­li­che na­ment­lich auf­ge­führt. Die­se sind aber auch in den 17 Na­men auf dem Kreuz ent­hal­ten. Es gibt kei­ne un­be­kann­ten To­ten. Bei dem Luft­an­griff fan­den 13 Jun­gen, drei Aus­bil­der und die Kö­chin den Tod. Mein Klas­sen­ka­me­rad Jo­sef Op­ge­no­orth aus Ker­ven­heim be­fand sich auch im Weh­r­er­tüch­tungs­la­ger Harz­beck. Beim Vor­alarm hat er mit sei­nem Ka­me­ra­den Theo Mül­ders den Split­ter­gra­ben auf­ge­sucht. Theo hat­te noch et­was ver­ges­sen und ging noch mal zu­rück. Man hat von ihm nichts mehr ge­fun­den. Auf dem To­ten­zet­tel steht: „Durch Bom­ben­ein­wir­kung – Die Her­ber­ge sei­nes Er­den­wan­dels in Staub zer­lief“. Schlimm muss es für Jo­sef Op­ge­no­orth und ei­nen Ka­me­ra­den ge­we­sen sein, als er am nächs­ten Tag die To­ten iden­ti­fi­zie­ren muss­te. Der Lehr­gang wur­de in ei­nem an­de­ren La­ger be­en­det. Hein­rich Kemp­kes Gel­dern

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