Ge­spann­fah­rer kämp­fen um Ti­tel und bie­ten Spek­ta­kel im Ge­län­de

Rheinische Post Kevelaer - - SPORT LOKAL - VON STE­PHAN DERKS

Der Reit- und Fahr­ver­ein Rheurdt rich­tet ab heu­te die Rhei­ni­schen Meis­ter­schaf­ten im Fah­ren aus. Gleich­zei­tig Ti­tel­kämp­fe des Krei­ses Kle­ve.

RHEURDT Es sind über 40 (!) Prü­fun­gen, de­nen sich von heu­te an bis ein­schließ­lich Sonn­tag die Ge­spann­fah­rer aus dem ge­sam­ten Rhein­land stel­len, wenn sie nach Rheurdt an­rei­sen, um dort ih­re Meis­ter an den Fahr­lei­nen zu er­mit­teln. Ein­ge­bun­den in die Rhei­ni­schen Meis­ter­schaf­ten ha­ben die Ver­ant­wort­li­chen des aus­rich­ten­den Ver­eins zu­dem die Wer­tungs­prü­fun­gen um die Meis­ter­schaft des Kreis­pfer­de­sport­ver­ban­des Kle­ve. Kurz­um, Rheurdt steht ab heu­te voll und ganz im Zei­chen von Schär­pen und Edel­me­tall.

Und so be­rei­tet sich der gast­ge­ben­de Ver­ein um Pe­tra Tis­sen schon seit ge­rau­mer Zeit auf das Even­tWo­che­n­en­de auf dem Tur­nier­ge­län­de an der Kirch­stra­ße 49 vor. Da­zu zählt na­tür­lich auch das Ge­län­de, durch das am Sonn­tag ab 8.30 Uhr die Ge­span­ne fah­ren, um die letz­ten Punk­te auf dem Weg zur Meis­ter­schaft zu er­zie­len. An­ge­fan­gen bei den Ein­spän­nern bis hin zum Vier­spän­ner dürf­ten ge­ra­de bei den Ge­län­de­prü­fun­gen die Freun­de des Fahr­sports voll auf ih­re Kos­ten kom­men. Ge­fah­ren wird in der Re­gel in ge­trenn­ten Teil­stre­cken, in de­nen be­stimm­te Gan­gar­ten und Zei­ten (Min­dest- und Höchst­zei­ten) ein­zu­hal­ten sind. Wäh­rend hier der Fah­rer meist in Sport­klei­dung auf dem Bock des Ma­ra­thon­wa­gens sitzt, sta­bi­li­siert sein Bei­fah­rer in schnel­len Kur­ven das Ge­spann durch Ge­wichts­ver­la­ge­rung und ruft dem Fah­rer häu­fig die Li­ni­en­füh­rung zu. Da­bei ge­hört ins­be­son­de­re die Was­ser­durch­fahrt zu den Hin­der­nis­sen, die als Zu­schau­er­ma­gnet gilt. Doch be­vor die Ge­span­ne hier ih­re Meis­ter­schafts­punk­te sam­meln, heißt es zu­nächst: Ein­fah­ren in das Fahr­vier­eck zur Dres­sur.

Und die star­tet be­reits heu­te. Hier müs­sen die Ge­spann­fah­rer in mit­tel­schwe­ren Prü­fun­gen vor­ge­schrie­be­ne Auf­ga­ben in den vor­ge­ge­be­nen Gan­gar­ten wie Schritt und Tr­ab ab­sol­vie­ren. Bei der Beur­tei­lung durch die Rich­ter wird zu­dem auch Wert auf stil­ech­te Klei­dung bzw. Kut­schen tra­di­tio­nel­ler Bau­wei­se und Aus­rüs­tung so­wie den da­zu pas­sen­den Pfer­den ge­legt.

Die Dres­sur wird mit Wert­no­ten zwi­schen 0 und 10 (= aus­ge­zeich­net) be­wer­tet. Der zwei­te Tur­nier­tag an der Kirch­stra­ße steht ganz im Zei­chen des Hin­der­nis­fah­rens, das auch ger­ne als Ke­gel­fah­ren be­zeich­net wird. Hier kommt es in der Haupt­sa­che auf Schnel­lig­keit, Ge­schick­lich­keit, Ge­hor­sam und Durch­läs­sig­keit der Pfer­de an. Je nach Schwie­rig­keits­grad der Prü­fung sind bis zu 20 Ke­gel­paa­re auf­ge­stellt, de­ren Ab­stand et­wa 20 bis 50 Zen­ti­me­ter wei­ter als die Wa­gen­spur ist. Ge­star­tet wird hier ab 9.10 Uhr, wo­bei ab 9 Uhr noch Dres­sur­auf­ga­ben auf A*-Ni­veau ge­fah­ren wer­den. Ab 17 Uhr fah­ren dann am spä­ten Sonn­tag­nach­mit­tag die Ge­span­ne zu den Meis­ter­schafts­eh­run­gen auf.

Der Ein­tritt zu den Ti­tel­kämp­fen ist frei und für das leib­li­che Wohl an al­len Ta­gen bes­tens ge­sorgt. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen und die ge­naue Zeit­ein­tei­lung kön­nen im In­ter­net un­ter www.rufv-rheurdt.de ein­ge­se­hen wer­den.

FO­TO: AR­CHIV

Pfer­de­sport kann mit­un­ter ganz schön ra­sant sein.

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