Was­ser aus Wet­ten soll bald in Gel­dern ge­rei­nigt wer­den

Rheinische Post Kevelaer - - AUS DEM GELDERLAND -

WET­TEN (cnk) Seit Mit­te der 60er Jah­re be­treibt der Niers­ver­band die Klär­an­la­ge in Wet­ten. Doch der Zahn der Zeit nagt auch an der Was­ser­rei­ni­gungs­sta­ti­on, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren an ih­re Ka­pa­zi­täts­gren­ze stieß. Da­zu kom­men im­mer schär­fe­re An­for­de­run­gen und durch das Wachs­tum von Wet­ten, in dem ak­tu­ell et­wa 1900 Men­schen le­ben, ei­ne ste­tig stei­gen­de Be­las­tung. Des­halb muss Si­cher­heit für die Zu­kunft ge­schaf­fen wer­den: „Wir ha- ben uns ent­schie­den, die Klär­an­la­ge in Wet­ten auf­zu­ge­ben“, er­klär­te Ul­rich Ot­to vom Niers­ver­band. „Das Was­ser soll nach Gel­dern ge­lei­tet wer­den. Da­bei ist das Gan­ze so­gar wirt­schaft­lich güns­ti­ger als vor­her.“

Er un­ter­nahm den ers­ten Spa­ten­stich zu­sam­men mit Bau­lei­ter Rai­ner Fah­len­bock, dem stell­ver­tre­ten­den Bür­ger­meis­ter, Jo­hann-Pe­ter van Bal­le­gooy, Ver­bands­vor­stand Diet­mar Schit­t­helm und Tho­mas Arens vom „Stra­bag“-Un­ter­neh- men, das sich um die Lei­tungs­ver­le­gung küm­mert.

„Wir muss­ten et­was un­ter­neh­men und ha­ben da­her ver­schie­de­ne Va­ri­an­ten un­ter wirt­schaft­li­chen Ge­sichts­punk­ten un­ter­sucht und die La­ge ana­ly­siert. Denn wir wol­len ei­ne kos­ten­güns­ti­ge Ab­was­ser­rei­ni­gung für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger auf ho­hem Ni­veau an­bie­ten, oh­ne die Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten der Ort­schaft ein­zu­schrän­ken“, er­klär­te Schit­t­helm.

Die­se Wo­che be­gin­nen des­halb die Ar­bei­ten zum Bau ei­ner Pump­sta­ti­on, so­wie ei­ner Ab­was­ser­druck­lei­tung. Die­se soll in Zu­kunft das Ab­was­ser von Wet­ten aus in die deut­lich grö­ße­re Klär­an­la­ge in Gel­dern lei­ten, in der es dann ge­rei­nigt wird. „Wir pro­fi­tie­ren al­le von die­ser gu­ten Zu­sam­men­ar­beit und der ge­wähl­ten Lö­sung“, mein­te Jo­han­nPe­ter van Bal­le­gooy. „In­so­fern hat die Stadt Kevelaer die Lö­sungs­fin­dung und die Ar­beit des Niers­ver- bands im­mer un­ter­stützt.“Ul­rich Ot­to er­klär­te noch wei­ter die De­tails des Aus­baus: „Die Durch­füh­rung wird et­wa 48 Ka­len­der­wo­chen dau­ern. Wäh­rend die­ser Zeit fin­det der Bau der neu­en Ab­was­ser­druck­lei­tung statt, die nach­her et­wa 5,4 Ki­lo­me­ter lang sein wird. Wir ha­ben uns im Vor­feld na­tür­lich ex­tra für die wirt­schaft­lich güns­tigs­te Tras­se ent­schie­den. Die Ge­samt­kos­ten des Pro­jekts be­lau­fen sich auf 5,3 Mil­lio­nen Eu­ro.“

Die Lei­tung wird zum größ­ten Teil gra­ben­los im Spül­bohr­ver­fah­ren her­ge­stellt. Da­durch wird ver­sucht, Be­ein­träch­ti­gun­gen für An­lie­ger und die Schä­di­gung von Bäu­men, so­wie Stra­ßen­ober­flä­chen ge­ring zu hal­ten. Wenn vor­aus­sicht­lich Mit­te 2019 das Pro­jekt fer­tig­ge­stellt sein wird und die Ab­was­ser­druck­lei­tung in Be­trieb ge­nom­men wer­den kann, soll die Klär­an­la­ge in Wet­ten ab­ge­schal­tet und nach und nach zu­rück­ge­baut wer­den.

RP-FO­TO: LATZEL

Bau­krä­ne prä­gen der­zeit das Bild auf der Hüls. Hier ent­ste­hen gleich meh­re­re Ob­jek­te, neu­es­tes Pro­jekt ist das Ho­tel.

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