Kle­ver Ci­ty­netz­werk in der Kri­se

Rheinische Post Kleve - - GRENZLAND POST - VON MARC CATTELAENS

KLE­VE Auf gro­ßes In­ter­es­se ist der Run­de Tisch des Kle­ver Ci­ty­netz­werks (KCN) in der Stadt­hal­le ge­sto­ßen. Rund 50 Un­ter­neh­mer und in­ter­es­sier­te Bür­ger brach­ten ih­re Wün­sche nach mehr Un­ter­stüt­zung für den Ein­zel­han­del her­vor und Ide­en ein, wie Kle­ve als Ein­kaufs­stadt wei­ter nach vor­ne ge­bracht wer­den kann. Gleich­zei­tig deu­te­te sich aber auch an: Das KCN in sei­ner jet­zi­gen Form wird es wohl nicht mehr lan­ge ge­ben. Für den 14. No­vem­ber sind die Mit­glie­der auf­ge­ru­fen, über die Auf­lö­sung der Händ­ler­ver­ei­ni­gung ab­zu­stim­men.

Größ­ter ge­mein­sa­mer Wunsch war, dass sich die neu ge­grün­de­te Wirt­schaft, Tou­ris­mus und Mar­ke­ting Stadt Kle­ve Gm­bH (WTM) stär­ker für die Händ­ler der Stadt ein­setzt. „Un­se­re Mit­glie­der wün­schen sich, dass die WTM Vi­sio­nen ent­wi­ckelt. Gleich­zei­tig sind sie auch be­reit, an der Um­set­zung mit­zu­ar­bei­ten“, sagt KCN-Vor­stands­mit­glied As­trid Vo­gell. Kon­kre­te Wün­sche, die beim Run­den Tisch ge­äu­ßert wur­den, wa­ren ei­ne Stei­ge­rung der At­trak­ti­vi­tät der Ci­ty jen­seits von ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­ta­gen, die Stei­ge­rung der Auf­ent­halts­qua­li­tät, die Ver­bes­se­rung der Park­platz­si­tua­ti­on, die Stär­kung von Rand­be­rei­chen und die Ver­le­gung des

As­trid Vo­gell Weih­nachts­mark­tes vom Forst­gar­ten in die In­nen­stadt.

„Wir brau­chen ei­ne In­sti­tu­ti­on, die pro­fes­sio­nel­les Stadt­mar­ke­ting be­triebt“, sagt Vo­gell. Die ehe­ma­li­ge Kle­ve Mar­ke­ting Gm­bH und die Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt wa­ren An­fang des Jah­res zu­sam­men­ge­legt wor­den. Neu­er Chef ist Joa­chim Rasch. Vie­le Händ­ler bek­la- gen, dass po­si­ti­ve Ef­fek­te für die In­nen­stadt bis­her aus­ge­blie­ben sind.

Aber auch am KCN selbst ent­zün­de­te sich in letz­ter Zeit ver­mehrt Kri­tik. Ei­ni­gen Mit­glie­dern fehl­te die Trans­pa­renz. Für vie­le ist ein En­ga­ge­ment im KCN nicht at­trak­tiv ge­nug. Auch an­der­wei­tig sind die Pro­ble­me groß: Jüngst hat­ten ei­ni­ge klei­ne Ge­schäf­te, de­nen es wirt­schaft­lich schlecht geht, ih­re Zu­ge­hö­rig­keit zum KCN ge­kün­digt. Nun feh­len Mit­glie­der und Geld.

Der­zeit sieht es so aus, als su­che man nach ei­ner Nach­fol­ge­lö­sung für das KCN. „Es gibt ge­nü­gend Ge­schäfts­leu­te, die be­reit sind, sich in ei­ner an­de­ren Struk­tur zu en­ga­gie­ren“, sagt Vo­gell. Vi­el­leicht wird den ehe­ma­li­gen Stra­ßen­ge­mein­schaf­ten wie­der mehr Be­deu­tung zu­kom­men, vi­el­leicht wird es ein ganz neu­es Kon­strukt ge­ben. Ent­schei­den müs­sen die Mit­glie­der am 14. No­vem­ber. Fragt man As­trid Vo­gell heu­te, sagt sie: „In der Form hat es kei­nen Sinn, das KCN wei­ter­zu­füh­ren.“

„Wir brau­chen ei­ne

In­sti­tu­ti­on, die pro­fes­sio­nel­les Stadt­mar­ke­ting be­triebt“

Vor­stands­mit­glied

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.