Lan­ge Dis­kus­si­on über Spiel­plät­ze

Rheinische Post Krefeld-Land - - LOKALES - VON STE­PHA­NIE WICKERATH RP-AR­CHIV­FO­TO: WOLF­GANG KAI­SER

Im Ju­gend- und So­zi­al­aus­schuss hat sich die Mehr­heit für den um­strit­te­nen Aus­bau des Vors­ter Spiel­plat­zes Im Buysch aus­ge­spro­chen. Ent­schei­den muss in der Sa­che aber der Stadt­rat.

VORST In Sa­chen Spiel­platz­aus­bau ge­hen die Mei­nun­gen von CDU und SPD aus­ein­an­der. Wie be­rich­tet, ha­ben sich SPD und Grü­ne da­für stark­ge­macht, dass der Spiel­platz Im Buysch zu ei­nem Platz für al­le Al­ters­grup­pen aus­ge­baut wird. Die städ­ti­sche Spiel­leit­pla­ne­rin Hei­ke Go­ßen hat­te ent­spre­chen­de Plä­ne vor­ge­legt. 70.000 Eu­ro sind da­für im Haus­halt ein­ge­plant. Auch die Spiel­plät­ze Am Dom­mes­hof und Knie­be­ler Park in Nor­den von Vorst will die Pla­ne­rin er­neu­ern und be­son­ders für Klein­kin­der und Grund­schü­ler an­spre­chend gestal­ten.

Hel­ge Schwarz

Schien es zu­nächst so, als könn­ten die Ide­en der Pla­ne­rin um­ge­setzt wer­den, be­schloss der Bau­aus­schuss vor der Som­mer­pau­se auf An­trag der CDU-Frak­ti­on, die Spiel­plät­ze Am Dom­mes­hof und Knie­be­ler Park so aus­zu­bau­en, dass sie al­le Al­ters­grup­pen an­spre­chen. Das Geld da­für sol­le aus dem Topf ge­nom­men wer­den, der für die Neu­ge­stal­tung des Plat­zes „Im Buysch“vor­ge­se­hen ist. Der Spiel­platz „Im Buysch“hin­ge­gen sol­le zu­rück­ge­stellt wer­den.

Da­ge­gen wehr­ten sich SPD und Grü­ne, die bei der Ab­stim­mung in der Min­der­heit wa­ren. Nun tag­te der Ju­gend- und So­zi­al­aus­schuss er­neut zum The­ma Spiel­leit­p­la- nung. Dies­mal konn­ten SPD und Grü­ne auch den Ver­tre­ter der UWT und die Ver­tre­te­rin der FDP da­von über­zeu­gen, dass die Vor­schlä­ge der Spiel­platz­ge­stal­tung, wie sie die Ver­wal­tung vor­ge­legt hat, die sinn­volls­ten sei­en. Bei der Ab­stim­mung war dies­mal die CDU-Frak­ti­on in der Min­der­heit. Da der Be­schluss aus dem Bau­aus­schuss aber mehr Ge­wicht hat als die Emp­feh­lung des Ju­gend- und So­zi­al­aus­schus­ses, muss der Rat sich in sei­ner nächs­ten Sit­zung am 14. Sep­tem­ber mit dem The­ma be­schäf­ti- gen und ei­ne end­gül­ti­ge Ent­schei­dung tref­fen.

Im Fach­aus­schuss tausch­ten die Kon­tra­hen­ten noch ein­mal Ar­gu­men­te aus. „Bis­her gibt es kei­nen Spiel­platz der Ka­te­go­rie A, al­so ei­nen gro­ßen Platz mit An­ge­bo­ten für al­le Al­ters­stu­fen, in Vorst“, sag­te Hel­ge Schwarz (SPD). Der Spiel­platz Im Buysch sei da­für per­fekt, weil er groß ge­nug sei und güns­tig lie­ge. „Es gibt 850 Kin­der und Ju­gend­li­che im Um­feld, die ei­nen Spiel- und Treff­punkt brau­chen“, sag­te Schwarz. Die Spiel­plät­ze Dom­mes­hof und Knie­be­ler Park hin­ge­gen soll­ten den Al­ters­grup­pen Klein­kind bis Grund­schü­ler Spiel- und Klet­ter­mög­lich­kei­ten bie­ten, weil sie nah am Neu­bau­ge­biet Vorst-Nord lie­gen, in dem kein ei­ge­ner Spiel­platz ein­ge­plant sei.

Chris­ti­an Rüt­ten ( CDU) führ­te hin­ge­gen aus, dass be­son­ders für die neu­en Fa­mi­li­en im Vors­ter Nor­den die bei­den an­gren­zen­den Spiel­plät­ze aus­ge­baut wer­den müss­ten, und zwar mit Mög­lich­kei­ten für al­le Al­ters­stu­fen. „Dass die­se bei­den Plät­ze ei­ne ho­he At­trak­ti­vi­tät er­rei- chen, ist wich­tig für Vorst-Nord“, sag­te Rüt­ten. Der Spiel­platz im Sü­den hin­ge­gen sol­le er­neu­ert wer­den, wenn es ein Neu­bau­ge­biet am Neu­en­haus­hof ge­be. Nun aber sol­le nur ein Vol­ley­ball-Feld an­ge­legt, ei­ne Schau­kel auf­ge­baut und die Sitz­grup­pe her­ge­rich­tet wer­den.

Bei der Ab­stim­mung ei­nig­ten sich al­le Frak­tio­nen dar­auf, die im Haus­halt ein­ge­plan­ten Mit­tel für die Spiel­platz­ge­stal­tung Vorst frei­zu­ge­ben, da­mit der Bau­hof zü­gig mit der Um­set­zung be­gin­nen be­zie­hungs­wei­se an­ge­fan­gen Ar­bei­ten be­en­den kann. Der Vor­schlag der CDU, die neu­en Spiel­ge­rä­te, die für Im Buysch vor­ge­se­hen wa­ren, am Dom­mes­hof und im Knie­be­ler Park auf­zu­bau­en, wur­de mit der Mehr­heit aus SPD, Grü­nen, FDP und UWT ab­ge­lehnt. Statt­des­sen emp­fiehlt der Aus­schuss dem Rat mehr­heit­lich, die Plä­ne der Ver­wal­tung um­zu­set­zen und aus dem Spiel­platz „Im Buysch“ei­nen at­trak­ti­ven Treff­punkt für al­le Al­ters­grup­pen zu ma­chen.

„Es gibt 850 Kin­der und Ju­gend­li­che im Um­feld,

die ei­nen Spiel- und Treff­punkt brau­chen“

SPD

Mit­glie­der der SPD und der Grü­nen hat­ten in der ver­gan­ge­nen Wo­che zu ei­nem Pres­se­ter­min ein­ge­la­den und zeig­ten die Pla­nung für den Spiel­platz „Im Buysch“in Vorst.

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