Sport hat mit Fair­ness zu tun

Rheinische Post Krefeld-Land - - LOKALES -

Ich ha­be be­reits in ei­nem lei­der un­be­ant­wor­te­ten Brief vom 30. Ju­ni an das Frei­zeit­bad dar­auf hin­ge­wie­sen, dass man als äl­te­rer Mensch nicht mehr be­quem ins Was­ser (und auch wie­der raus) kom­men kann, weil die Trep­pe viel zu steil und das Ge­län­der zu­dem noch rut­schig ist. In den vie­len Jah­ren, in de­nen ich mor­gens das Schwimm­bad nut­ze, ha­be ich mich noch nie durch je­man­den ge­stört ge­fühlt, der dort so­zia­le Kom­mu­ni­ka­ti­on (sprich: Ste­hen­blei­ben und Re­den) be­treibt. Ich selbst war und bin im­mer noch ei­ne gu­te Schwim­me­rin, die vor kei­ner Was­ser­tie­fe Angst hat und das mor­gend­li­che Schwim­men im­mer ge­nießt. Im Ge­gen­satz zu Herrn Bauknecht bin ich der Mei­nung, dass der Ri­si­ko­fak­tor eher in der stei­len Trep­pe als in der Was­ser­tie­fe zu su­chen ist. Ich weiß nicht, wel­che Sport­schwim­mer sich auf ein­mal – nach­dem doch jah­re­lang al­les rei­bungs­los lief – ge­stört füh­len. In mir regt sich der Ver­dacht, dass die „Al­ten“vi­el­leicht nicht mehr ins Kon­zept (jung und dy­na­misch) pas­sen. Üb­ri­gens: Sport hat auch et­was mit Fair­ness zu tun! Hel­ga Mül­ler, Kre­feld

RP-AR­CHIV­FO­TO: WOLF­GANG KAI­SER

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