Lei­den un­ter ei­nem Jus­tiz­irr­tum

Rheinische Post Krefeld - - MEDIEN -

Alain Ma­ré­caux (Phil­ip­pe Tor­re­ton) und sei­ne Frau Edith (Noé­mie Lvovs­ky) ha­ben kei­ne Chan­ce, als die Po­li­zei vor ih­rer Tür steht und sie ver­haf­tet. Ih­re drei Kin­der wer­den bei Pfle­ge­fa­mi­li­en un­ter­ge­bracht. Der Vor­wurf: Kin­des­miss­brauch. Alain ist beim Pro­zess mit ei­nem ehr­gei­zi­gen jun­gen Rich­ter kon­fron­tiert, der den Fall nut­zen möch­te, um sich zu pro­fi­lie­ren. Fast zwei Jah­re ver­bringt der Ge­richts­voll­zie­her un­schul­dig in Haft, in der Psych­ia­trie und im Kran­ken­haus.

Der dem Spiel­film „Haft­be­fehl“zu­grun­de­lie­gen­de fran­zö­si­sche Kri­mi­nal­fall von 2001 er­reg­te gro­ßes Auf­se­hen und sorg­te nicht nur in Frank­reich für Em­pö­rung. Zehn Jah­re spä­ter ver­film­te Re­gis­seur Vin­cent Ga­renq, ba­sie­rend auf den Me­moi­ren des Haupt­an­ge­klag­ten, die dra­ma­ti­sche Ge­schich­te. Der Film war für zwei Cé­sars no­mi­niert und wur­de bei den Film­fest­spie­len in Ve­ne­dig mit dem „Eu­ro­pa Ci­ne­mas La­bel“aus­ge­zeich­net. 3sat zeigt den Film als Erst­aus­strah­lung. RP

„Haft­be­fehl“, 3sat, Do., 22.25 Uhr.

FO­TO: ZDF

Der Va­ter (Phil­ip­pe Tor­re­ton) wird von sei­nen Kin­dern ge­trennt.

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