Er­do­gan will Op­po­si­ti­ons­chef ver­kla­gen

Rheinische Post Krefeld - - POLITIK -

ISTAN­BUL (dpa) Der tür­ki­sche Staats­prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan hat Vor­wür­fe der Steu­er­flucht zu­rück­ge­wie­sen und recht­li­che Schrit­te ge­gen den Op­po­si­ti­ons­füh­rer an­ge­kün­digt. Es han­de­le sich um Lü­gen, sag­te Er­do­gan ges­tern in An­ka­ra. „Es gibt kei­nen ein­zi­gen Cent, der, so wie be­haup­tet wur­de, ins Aus­land ge­flos­sen ist.“Er wer­de den Chef der größ­ten Op­po­si­ti­ons­par­tei CHP, Ke­mal Ki­liçdarog­lu, ver­kla­gen. Ki­liçdarog­lu hat­te am Vor­tag Ver­wand­ten Er­do­gans vor­ge­wor­fen, Mil­lio­nen Dol­lar an ei­ne Fir­ma in der Steu­er­oa­se Is­le of Man über­wie­sen zu ha­ben, die der bri­ti­schen Kro­ne un­ter­stellt ist. Er be­rief sich auf Do­ku­men­te, die an­geb­lich Über­wei­sun­gen un­ter an­de­rem von Er­do­gans Sohn und Bru­der zwi­schen De­zem­ber 2011 und Ja­nu­ar 2012 be­le­gen sol­len. Ki­liçdarog­lu for­der­te Er­do­gans Rück­tritt. Die CHP be­an­trag­te zu­dem ei­nen par­la­men­ta­ri­schen Un­ter­su­chungs­aus­schuss, um „die Öf­fent­lich­keit auf­zu­klä­ren“.

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