Quar­tiers­ma­na­ger soll den Stadt­tei­len hel­fen

Rheinische Post Krefeld - - STADTPOST - VON JOA­CHIM NIESSEN

SPD und CDU le­gen dem Stadt­rat ei­nen ge­mein­sa­men An­trag zum Haus­halts­plan­ent­wurf 2018 vor.

Es ist ge­schafft: Vor der heu­ti­gen Sit­zung des Fi­nanz­aus­schus­ses le­gen die Frak­tio­nen von SPD und CDU ei­nen ge­mein­sa­men An­trag zum Haus­halts­plan­ent­wurf 2018 und für die Fort­schrei­bung des Haus­halts­si­che­rungs­kon­zep­tes vor, der im Rat am kom­men­den Di­ens­tag, 5. De­zem­ber, be­schlos­sen wer­den soll. Die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den, Phi­li­bert Reu­ters (CDU) und Be­ne­dikt Win­zen (SPD), sind sich ei­nig, dass der ein­ge­schla­ge­ne Weg Kre­feld wei­ter mo­der­ni­sie­ren wer­de. „Un­se­re obers­te Prio­ri­tät bei der mit­tel­fris­ti­gen Haus­halts- und Fi­nanz­wirt­schaft der Stadt Kre­feld ist und bleibt der struk­tu­rel­le Haus­halts­aus­gleich. Dass die­se Ziel­set­zung nach der­zei­ti­ger Fi­nanz­pla­nung nicht erst am En­de des Haus­halt­si­che­rungs­zeit­raums im Jahr 2020, son­dern schon in 2019 er­reicht wer­den kann, ver­deut­licht, dass die von uns be­schlos­se­nen Maß­nah­men der ver­gan­ge­nen drei Jah­re sehr er­folg­reich sind“, sagt Win­zen.

Kon­so­li­die­rung sei für SPD und CDU je­doch kein Selbst­zweck. Da­her set­zen die Frak­tio­nen mit dem Haus­halts­an­trag ge­zielt Schwer­punk­te in Hö­he von ins­ge­samt 188.500 Eu­ro im So­zi­al­be­reich, schaf­fen knapp sie­ben neue Stel­len für die Ju­gend­zen­tren und sor­gen für ei­ne Ver­bes­se­rung der In­fra­struk­tur. „Wir stel­len ei­ne Mil­li­on Eu­ro zu­sätz­lich zur Ver­fü­gung, um un­se­re Stra­ßen (800.000 Eu­ro), Ge­hund Rad­we­ge (200.000 Eu­ro) zu sa­nie­ren“, macht Reu­ters deut­lich.

Für Tra­di­ti­ons­ver­ei­ne gibt es Mit­tel in Hö­he von 50.000 Eu­ro. „Wir stär­ken da­mit Brauch­tum in den Stadt­tei­len“, er­läu­tert Win­zen. An­trä­ge bis zu ei­ner ma­xi­ma­len Hö­he von 1500 Eu­ro sei­en form­los an die Ver­wal­tung zu rich­ten. „Die Stadt­tei­le sol­len le­bens- und lie­bens­wert blei­ben: Des­halb stel­len wir je­weils 40.000 Eu­ro für die Pla­nungs­kos­ten ei­ner Brü­cke im Stadt­park Fi­scheln, ei­ner We­ge­er­stel­lung im Don­kpark Op­pum, so­wie als Zu­schuss für die denk­mal­ge­rech­te In­stand­hal­tung der Egels­ber­ger Müh­le in Tra­ar be­reit“, kün­digt Reu­ters an.

Auch wer­de die Politik ei­nen star­ken Ak­zent auf Kre­feld als Sport­stadt set­zen. CDU und SPD wol­len dem Kom­mu­na­len Kon­junk­tur­pa­ket Kre­feld (KKK) – in dem im In­ves­ti­ti­ons­haus­halt bis 2021 rund 75 Mil­lio­nen Eu­ro zur Ver­fü­gung ste­hen – von 2018 bis 2021 pro Jahr je­weils ei­ne Mil­lio­nen Eu­ro ent­neh­men, die für In­ves­ti­tio­nen zur Ver­bes­se­rung der Sport­in­fra­struk­tur ein­ge­setzt wer­den sol­len. „Die im 2016 ein­ge­führ­te Maß­nah­me ,Kre­feld macht Sport’ füh­ren wir nicht nur fort, son­dern ver­dop­peln die Mit­tel für Sport­ver­ei­ne auf 300.000 Eu­ro“, ver­si­chert Win­zen. Wei­ter wer­den als Auf­takt zur Ent­wick­lung ei­nes Sport­stät­ten­kon­zepts 30.000 Eu­ro für ein ex­tern durch­ge­führ­tes Mo­de­ra­ti­ons­ver­fah­ren, für die Pla­nung des Neu­baus ei­ner Tri­bü­ne in der Be­zirks­sport­an­la­ge Fi­scheln 30.000 Eu­ro und für den zur Fu­si­on der Fi­schel­ner Ten­nis­ver­ei­ne not­wen­di­gen Neu­bau ei­nes Ver­eins­heims zu­sätz­lich 400.000 Eu­ro be­reit­ge­stellt. Vor dem Hin­ter­grund der städ­ti­schen Groß­pro­jek­te (Ver­an­stal­tungs­stät­te, Stadt­haus) wird zur „Schnitt­stel­len­op­ti­mie­rung, zur In­iti­ie­rung und Ko­or­di­na­ti­on von ge­schäfts- und fach­be­reichs­über­grei­fen­den Pro­zes­sen“, die Stel­le ei­nes Pro­jekt­ko­or­di­na­tors im Bü­ro des Ge­schäfts­be­reichs­lei­ters V ein­ge­rich­tet. „Da­mit in al­len Stadt­tei­len nach­hal­ti­ge Ak­zen­te ge­setzt wer­den kön­nen, rich­ten wir die Stel­le ei­nes Quar­tiers­ma­na­gers als Qu­er­schnitts­funk­ti­on im Ge­schäfts­be­reich des Ober­bür­ger­meis­ters neu ein“, kün­digt Win­zen an. Die Haupt­auf­ga­be des Quar­tiers­ma­na­gers soll in der Ak­ti­vie­rung, Be­tei­li­gung und Ver­net­zung von Ak­teu­ren zwi­schen Bür­gen, Ver­eins- und Ge­mein­we­sen, Wirtschaft, Han­del, Bil­dung und Politik lie­gen.

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