Tag des Rauch­mel­ders: Pieps­ton kann Le­ben ret­ten

Rheinische Post Langenfeld - - UNTERHALTUNG - VON STE­PHAN MEISEL

Seit Jah­res­be­ginn sind war­nen­de Alarm­ge­rä­te in al­len Woh­nun­gen Pflicht. Dar­auf wei­sen Feu­er­wehr und Jo­han­ni­ter hin.

LAN­GEN­FELD/MON­HEIM An­läss­lich des heu­ti­gen „Ta­ges des Rauch­warn­mel­ders“er­in­nern die Jo­han­ni­ter an die Pflicht, sol­che Alarm­ge­rä­te in Woh­nun­gen zu in­stal­lie­ren. Wie zu­vor schon für Neu­bau­ten vor­ge­schrie­ben, müs­sen Rauch­mel­der seit Jah­res­be­ginn auch in äl­te­ren Woh­nun­gen vor­han­den sein.

„Die­se Ge­rä­te sind nicht teu­er und sehr wich­tig“, be­tont Lan­gen­felds Feu­er­wehr­chef Wolf­ram Pol­heim. „Sie kön­nen Le­ben ret­ten. Denn wer im Schlaf nicht mit­be­kommt, dass sei­ne Woh­nung ver­qualmt ist, wacht nicht mehr auf.“In­wie­weit die In­stal­la­ti­ons­pflicht ge­fruch­tet hat, ver­mag Pol­heim nicht zu sa­gen. „Es gibt ja kei­ne Kon­trol­len.“Aber er baue auf Ein­sicht und Ver­nunft. „Ich bin ja sel­ber heil­froh, dass ich bei mir zu Hau­se sol­che Rauch­mel­der ha­be. Die sind vor al­lem in den Schlaf­zim­mern und Flu­ren wich­tig, aber auch im Kel­ler­raum mit der Wasch­ma­schi­ne. Wenn es dort un­ten brennt, be­kommt man das oh­ne Rauch­mel­der erst viel zu spät mit.“

Als ein ge­wis­ses In­diz für die zu­neh­men­de Zahl von Rauch­mel­dern wer­tet Pol­heim die zu­neh­men­den Feu­er­wehr­ein­sät­ze nach Fehl­alar­men. Doch er­in­ne­re er sich auch an ei­nen Fall, als Nach­barn den aus ei­nem Haus zu ver­neh­men­den Pieps­ton fast ei­ne St­un­de lang als Fehl­alarm ab­ta­ten. „Da­bei schmor­te ein Brand vor sich hin und ver­qualm­te das gan­ze Haus. Zum Glück war nie­mand da­heim.“

Klaus Dom­han vom Mett­man­ner Kreis­ver­band der Jo­han­ni­ter weist auf de­ren An­ge­bot hin, Rauch­mel­der mit Haus­not­ruf­ge­rä­ten und der No­t­ruf­zen­tra­le di­rekt zu ver­net­zen. „Je­des die­ser Ge­rä­te ist für sich al­lein schon ei­ne sinn­vol­le Sa­che“, sagt er. Be­son­ders äl­te­re Men­schen sei­en von Ge­fah­ren wie ei­nem Sturz oder ei­nem un­be­merk­ten Feu­er­aus­bruch be­droht. „Bei ei­ner Kom­bi­na­ti­on von Rauch­warn­mel­der und Haus­not­ruf­ge­rät wird im Fal­le ei­nes Brandes nicht nur der Be­woh­ner selbst durch ein Alarm­si­gnal ge­warnt, son­dern gleich­zei­tig die Not­fall­zen­tra­le der Jo­han­ni­ter alar­miert, da­mit die­se Hilfs­maß­nah­men ein­lei­tet.“Auch die War­tung der Rauch­warn­mel­der über­neh­men die Jo­han­ni­ter: Im Kreis­ver­band sei­en Haus­not­ruf-Kun­den­be­ra­ter als ge­prüf­te Fach­leu­te für Rauch­warn­mel­der aus­ge­bil­det wor­den.

Wich­tig bei der Aus­wahl des Mel­ders sind laut Feu­er­wehr das VdSP­rüf­zei­chen so­wie das Qua­li­täts­merk­mal Q.

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