Den Rei­se­ver­kehr im­mer im Blick

Rheinische Post Langenfeld - - PANORAMA - VON GA­BI-KNOPS-FEI­LER

Die Ver­kehrs­zen­tra­le von Stra­ßen NRW sitzt in Op­la­den. Um den Ver­kehr auf den Au­to­bah­nen bes­ser flie­ßen zu las­sen, wer­den dort an sie­ben Ta­gen die Wo­che und rund um die Uhr zahl­rei­che Da­ten ge­sam­melt und aus­ge­wer­tet.

LE­VER­KU­SEN Mit dem letz­ten Schul­tag ist am Frei­tag die ers­te gro­ße Rei­se­wel­le an­ge­rollt. Und nach dem hef­ti­gen Auf­takt sieht die Stau-Pro­gno­se für das Wo­che­n­en­de nicht bes­ser aus. Das Cha­os auf den Au­to­bah­nen dürf­te be­ste­hen blei­ben, weil – mit Aus­nah­me von Bay­ern und Ba­den-Würt­tem­berg – al­le üb­ri­gen Bun­des­län­der eben­falls im Ur­laubs­mo­dus sind.

Die Ver­kehrs­zen­tra­le von Stra­ßen NRW, die seit 2013 an der Bon­ner Stra­ße in Op­la­den an­ge­sie­delt ist, ver­sucht das mög­lichst zu ver­mei­den. Um denVer­kehr bes­ser flie­ßen zu las­sen, wer­den an sie­ben Ta­gen pro­Wo­che und rund um die Uhr zahl­rei­che Da­ten ge­sam­melt und aus­ge­wer­tet.

Über­dies hat die Lan­des­be­hör­de die Neu-Ein­rich­tung von Bau­stel­len ver­bo­ten. Maß­nah­men, die der Si­cher­heit die­nen, sind da­von aus­ge­nom­men. Laut Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter dür­fen von 1. Ju­li bis zum 30. Au­gust, je­weils Sams­tag und Sonn­tag zwi­schen 7 und 20 Uhr, auch kei­ne Lkw fah­ren, die schwe­rer als 7,5 Ton­nen sind.

Die Ver­kehrs­zen­tra­le ist auf al­le Even­tua­li­tä­ten vor­be­rei­tet. Des­halb sind Kon­troll­raum und Ver­kehrs­re­dak­ti­on mit so viel Per­so­nal wie mög­lich aus­ge­stat­tet. Bei­de Ab­tei­lun­gen ste­hen in stän­di­gem Kon­takt mit Po­li­zei, ört­li­chen Rund­funk­an­stal­ten so­wie Ver­kehrs­zen­tra­len der be­nach­bar­ten Bun­des­län­der bis in die Nie­der­lan­de. „Wir sind kei­ne In­sel in Deutsch­land. Die In­for­ma­ti­on darf nicht an Bun­des­land­gren­zen en­den“, be­grün­de­te In­go Men­zel, Ab­tei­lungs­lei­ter für Ver­kehrs­steue­rung und Ope­ra­ting.

Der In­ge­nieur rech­ne­te vor al­lem auf den Haupt­rei­se­rou­ten in die Ur­laubs­re­gio­nen mit Staus: Das sind die Au­to­bah­nen A1 und die A3 in Rich­tung Nor­den, die A 45, die A3 und die A 61 in Rich­tung Sü­den so­wie der Be­reich der A 40 Rich­tung Nie­der­lan­de. Die di­rek­te Sicht auf die NRW-Schnell­stra­ßen bleibt den Mit­ar­bei­tern im Kon­troll­raum der Stra­ßen-NRW-Ver­kehrs­zen­tra­le zwar ver­wehrt. Den­noch ha­ben sie den Ver­kehr auf al­len Rou­ten stets im Blick.

Das Stichwort zur Stau­ver­mei­dung heißt elek­tro­ni­sche Ver­kehrs­steue­rung, so­ge­nann­te Tele­ma­tik. Auf 540 Au­to­bahn-Ki­lo­me­tern sind ent­spre­chen­de An­la­gen zur Stre­cken­be­ein­flus­sung in­stal­liert. Ge­ra­de erst wur­den, er­gän­zend zu den be­ste­hen­den 87 dy­na­mi­schenWeg­wei­sern mit in­te­grier­ter Stau­in­for­ma­ti­on, die ers­ten von 75 wei­te­ren An­la­gen auf­ge­baut. Sie sol­len den Ver­kehr vor al­lem im Ruhr­ge­biet noch bes­ser lei­ten.

Wer Staus mög­lichst ver­mei­den will, so rät der Ex­per­te, der soll­te zu ei­ner güns­ti­gen Zeit au­ßer­halb der Haupt­rei­se­zeit in den Ur­laub star­ten. Wer am Ur­laubs­ort an ei­ne Zeit ge­bun­den ist, der kann die Rei­se räum­lich ver­la­gern. Für al­le, die be­reits auf der Au­to­bahn un­ter­wegs sind, gibt es Hil­fe bei der Ver­kehrs­zen­tra­le.

Wei­te­re In­fos gibt es auf der Web­site: www.ver­kehr.nrw.de

FO­TO: RALPH MATZERATH

Ma­nu­el Bran­co Se­ro­men­ho ar­bei­tet in der Ver­kehrs­leit­zen­tra­le in Le­ver­ku­sen. Er und sei­ne Kol­le­gen ha­ben ak­tu­ell viel zu tun. Denn am Frei­tag ha­ben in NRW die Schul­fe­ri­en be­gon­nen. Ent­spre­chend viel los ist auf den Au­to­bah­nen in der Re­gi­on.

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