Ge­schärf­tes Pro­fil für die Stadt­ent­wick­lung

Rheinische Post Langenfeld - - LEICHLINGEN - VON CRISTINA SEGOVIA-BUENDIA

Die SEL hat kein Geld mehr. Nun soll ge­prüft wer­den, ob sie fort­ge­führt wer­den soll.

LEICHLINGEN Die Stadt­ent­wick­lungs­ge­sell­schaft Leichlingen (SEL) ist so gut wie plei­te. Wie Stadt­käm­me­rer Thomas Kn­ab­be dem Rat nun be­rich­te­te, rei­chen die fi­nan­zi­el­len Mit­tel der Gm­bH oh­ne städ­ti­sche Zu­schüs­se vor­aus­sicht­lich nur bis Ok­to­ber/No­vem­ber. Zur Spra­che ge­kom­men war das, weil die Frak­tio­nen des Ra­tes (au­ßer den Christ­de­mo­kra­ten) ei­nen An­trag zur Fort­füh­rung der SEL mit ei­nem ge­schärf­ten Pro­fil ge­stellt hat­ten.

Nun ei­nig­ten sich die Rats­mit­glie­der dar­auf, erst künf­ti­ge Auf­ga­ben­fel­der der SEL so­wie fi­nan­zi­el­le Aus­wir­kun­gen der Ak­ti­vi­tä­ten auf den städ­ti­schen Haus­halt zu prü­fen, ehe der Rat über ei­ne Fort­füh­rung der de­fi­zi­tä­ren Ge­sell­schaft ab­stimmt.

Die Mo­ti­va­ti­on der An­trag­stel­ler war der CDU-Frak­ti­on an­fangs nicht klar. Wol­le die Stadt et­wa den Wirt­schafts­för­de­rer aus­he­beln? „Der An­trag macht vom In­halt her Sinn. Aber für mich heißt es, dass man der Ver­wal­tung die Wirt­schafts­för­de­rung nicht zu­traut“, sag­te Jens We­ber (CDU). Den An­trag­stel­lern je­doch, das stell­te Bür­ger­meis­ter Frank Stef­fes klar, ge­he es nicht um Wirt­schafts­för­de­rung son­dern um Stadt­ent­wick­lung. Mat­thi­as Ebe­cke (SPD): „Es geht uns dar­um, ei­ne Ge­schäfts­grund­la­ge für die Stadt­ent­wick­lung zu bil­den.“Dass der Wirt- schafts­för­de­rer der Stadt in der Ver­gan­gen­heit auch SEL-Ge­schäfts­füh­rer war, so Lothar Es­ser (FDP), „sei eher zu­fäl­lig“. We­ber fass­te nach: „Die Stadt­ent­wick­lungs­ge­sell­schaft in an­de­ren Städ­ten küm­mert sich aber auch um­Wirt­schafts­för­de­rung.“

Ne­ben dem An­trag auf Fort­füh­rung stell­ten die un­ter­zeich­nen­den Frak­tio­nen (SPD, BWL, FW-UWG, Grü­ne so­wie die Rats­mit­glie­der Lothar Es­ser, FDP, und Klaus Reu­schel-Schwi­tal­la, Lin­ke) auch ei­nen Prüf­auf­trag an die Ver­wal­tung, die Vor­tei­le der Fort­füh­rung der SEL zu be­leuch­ten. „Zu­erst die Prü­fung, dann das Kon­zept“, sag­te Stef­fes.

Vor die­sem Hin­ter­grund schlug Hel­mut Wa­gner (CDU) vor, zu­erst zu prü­fen, ob die Ge­sell­schaft wei­ter be­trie­ben wer­den soll, wel­che Vor­tei­le sie brin­gen und in wel­chen Auf­ga­ben­fel­dern die SEL ak­tiv wer­den kön­ne, und da­nach dar­über ab­zu­stim­men, ob die Ge­sell­schaft von der Stadt fort­ge­führt wer­den soll. Dem stimm­te die Rats­mehr­heit zu.

FO­TO: UM

Stadt­käm­me­rer Thomas Kn­ab­be.

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