Jo­na­than Tah steht in den Start­lö­chern

Rheinische Post Langenfeld - - SPORT LOKAL - VON DO­RI­AN AUDERSCH

Der vor der WM aus dem DFB-Ka­der ge­stri­che­ne Ab­wehr­spie­ler kann den Sai­son­start mit Bay­er 04 kaum ab­war­ten.

LE­VER­KU­SEN Et­was mehr als fün­fWo­chen weil­te Jo­na­than Tah im Ur­laub. Un­ter an­de­rem war der 22-jäh­ri­ge In­nen­ver­tei­di­ger derWerks­elf in den USA un­ter­wegs, weit weg vom Ge­tö­se rund um dieWM und das schwa­che Ab­schnei­den des (noch) Welt­meis­ters Deutsch­land. Sei­ne Fans muss­ten den­noch nicht auf Neu­ig­kei­ten ver­zich­ten, denn der von Bun­des­trai­ner Joa­chim Löw kurz

Jo­na­than Tah vor dem Tur­nier aus dem Auf­ge­bot des DFB ge­stri­che­ne Na­tio­nal­spie­ler ließ sie an sei­nen Ur­laubs­er­leb­nis­sen teil­ha­ben – vor al­lem über das so­zia­le Netz­werk Ins­ta­gram.

Die hoch­ge­la­de­nen Fotos zei­gen Tah eben­so öf­fent­lich­keits­wirk­sam wie stil­be­wusst beim Ent­span­nen, aber auch bei di­ver­sen Trai­nings­ein­hei­ten mit sei­nem pri­va­ten Coach Ro­bert Le­wis, mit dem er seit über vier Jah­ren zu­sam­men­ar­bei­tet – und der schon Sport­grö­ßen wie Mi­ke Ty­son fit ge­hal­ten hat. „Ich ha­be es na­tür­lich nicht über­trie­ben, auch wenn das auf man­chen Bil­dern viel­leicht so aus­sieht“, er­zählt der ge­bür­ti­ge Ham­bur­ger. Er ha­be nur ver­sucht, sich fit zu hal­ten und nicht völ­lig un­vor­be­rei­tet zur Leis­tungs­dia­gnos­tik in Le­ver­ku­sen an­zu­t­re- ten, die er nun ab­sol­viert hat.

Dass er nicht bei der WM da­bei sein durf­te, emp­fin­det Tah als scha­de. Sei­nen Ehr­geiz ha­be die Ent­schei­dung des Bun­des­trai­ners aber den­noch ge­weckt „Das hat mich nur noch mehr mo­ti­viert, wei­ter an mir zu ar­bei­ten“, sagt er. Er wol­le in der kom­men­den Sai­son ein­fach da wei­ter­ma­chen, wo er in der ver­gan­ge­nen auf­ge­hört ha­be – und die lief für ihn ziem­lich gut. Nach­dem ihn in den Vor­jah­ren Mus­kel­ver­let­zun­gen häu­fi­ger au­ßer Ge­fecht ge­setzt hat­te, fällt der In­nen­ver­tei­di­ger nun deut­lich sel­te­ner aus, was auch mit sei­nem ge­ziel­ten Trai­ning zu­sam­men­hängt. Ins­ge­samt 33 Pflicht­spie­le be­stritt er in der Sai­son 2017/18, die für die Werks­elf auf Platz fünf en­de­te.

Dar­an will er in Zu­kunft an­knüp­fen. Den Sai­son­start kön­ne er kaum ab­war­ten, be­tont Tah. „Es war ei­ne län­ge­re Pau­se als sonst und ich glau­be, je­der Spie­ler hat Bock dar­auf, wie­der an­zu­fan­gen. Jetzt müs­sen wir ei­ne gu­te Vor­be­rei­tung ha­ben und al­le auf ein Fit­ness­le­vel kom­men.“Er freue sich be­reits auf das ers­te Li­ga­spiel in Mönchengladbach am 25. Au­gust (18.30 Uhr). Ei­neWo­che vor­her geht es für die Werks­elf in der ers­ten Run­de des Po­kals zum Ober­li­gis­ten 1. CfR Pforz­heim (15.30 Uhr).

Zu­nächst steht aber am Sonn­tag­abend der fuß­bal­le­ri­sche Hö­he­punkt des Jah­res an, wenn Frank­reich und Kroa­ti­en mit Bay­ers Ab­wehr­spie­ler Tin Jed­vaj in Mos­kau den neu­en Welt­meis­ter er­mit­teln (17 Uhr). „Für Tin freut es mich ex­trem. Vor dem Tur­nier hät­te das wohl kei­ner ge­sagt, aber Kroa­ti­en war schon in der Grup­pen­pha­se sehr stark. Sie ha­ben vie­le gro­ße Spie­ler da­bei und sie sind ver­dient so weit ge­kom­men.“Die span­nen­de Fra­ge: Kehrt Jed­vaj, der bis­lang nur im drit­ten Vor­run­den­spiel ge­gen Is­land (2:1) 90 Mi­nu­ten zum Ein­satz kam, al­sWelt­meis­ter oderVi­ze nach Le­ver­ku­sen zu­rück?

„Es war ei­ne län­ge­re Pau­se als sonst und ich glau­be, je­der hat Bock dar­auf,

wie­der an­zu­fan­gen“

In­nen­ver­tei­di­ger

In­fo

Bay­er 04 be­strei­tet im Trai­nings­la­ger in Zell am See/Ka­prun (29. Ju­li bis 5. Au­gust) zwei zu­sätz­li­che Test­spie­le. Am Don­ners­tag, 2. Au­gust, geht es ge­gen den tür­ki­schen Erst­li­gis­ten Istan­bul Basak­se­hir. Am Tag der Rück­rei­se ist in Grö­dig ei­ne wei­te­re Par­tie ge­plant.

FO­TO: IMAGO (ARCHIV)

Sein bis­lang ein­zi­ges Bun­des­li­ga­tor er­ziel­te Jo­na­than Tah am 28. Ja­nu­ar 2017 ge­gen Mönchengladbach – dem ers­ten Geg­ner der neu­en Sai­son.

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