Meh­dorn be­strei­tet Ein­mi­schung beim Schie­nen­kar­tell

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - WIRTSCHAFT -

BOCHUM (dpa) Im Pro­zess um das so­ge­nann­te Schie­nen­kar­tell hat ExBahn­chef Hart­mut Meh­dorn jeg­li­che Be­tei­li­gung an der Ver­ga­be von Auf­trä­gen be­strit­ten. „Ich hat­te mit dem Ta­ges­ge­schäft Schie­nen über­haupt nichts zu tun“, sag­te er vor dem Bochu­mer Land­ge­richt. Er ha­be auch nicht da­für ge­sorgt, dass ei­ne 2003 im Zu­sam­men­hang mit ei­nem Kor­rup­ti­ons­fall ver­häng­te Ver­ga­be­sper­re ge­gen Thys­sen­krupp wie­der auf­ge­hoben wur­de. Das hat­ten an­de­re Zeu­gen in dem Pro­zess be­haup­tet. An­ge­klagt sind zwei Ex-Be­reichs­vor­stän­de von Thys­sen­krupp, die jah­re­lang Lie­fer­men­gen und Prei­se für Schie­nen mit kon­kur­rie­ren­den Her­stel­lern zum Nach­teil von Groß­kun­den ab­ge­spro­chen ha­ben sol­len. Das Schie­nen­kar­tell war 2011 auf­ge­flo­gen. An ein an­geb­li­ches Te­le­fo­nat mit dem da­ma­li­gen Thys­sen­krup­pChef Ek­ke­hard Schulz, bei dem über die Auf­he­bung ei­ner Ver­ga­be­sper­re ge­spro­chen wor­den sein soll, kön­ne er sich nicht er­in­nern, so Meh­dorn. Hin­wei­se auf un­er­laub­te Preis­ab­spra­chen bei Lie­fe­ran­ten will er in sei­ner ak­ti­ven Zeit bei der Bahn nicht er­hal­ten ha­ben.

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