Mäu­se­flüs­te­rer und Pan­tof­fel­held

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - UNTERHALTUNG -

Es gibt ja Men­schen, die ei­nen ganz be­son­de­ren Draht zu Tie­ren ha­ben. Jetzt er­zähl­te ein Mit­be­woh­ner aus un­se­rem Haus, dass er vor­ges­tern in al­ler Frü­he in den Kel­ler ge­gan­gen sei und auf der Trep­pe ein win­zi­ges Mäu­schen ge­se­hen ha­be, das un­be­weg­lich in ei­ner Ecke saß und we­gen der Grö­ße der Stu­fen und der ei­ge­nen Win­zig­keit wohl kein Ent­kom­men ge­se­hen ha­be. In sei­nem Kel­ler, so der Nach­bar, ha­be er – ver­geb­lich – nach ei­nem Hand­schuh oder Ähn­li­chem ge­sucht, um das Tier­chen zu fas­sen und es aus­zu­set­zen. Al­so ha­be er sich auf den Weg nach oben in sei­ne Woh­nung be­ge­ben. Das Mäu­schen ha­be noch im­mer in der Stu­fen­ecke ge­ses­sen. Er sei kurz ste­hen­ge­blie­ben und ha­be be­ru­hi­gend auf das Tier­chen ein­ge­re­det. Da ha­be es sich aus der Ecke her­vor­ge­wagt, sich ganz zu­trau­lich auf sei­nen Pan­tof­fel ge­setzt und sich so aus der miss­li­chen La­ge be­frei­en las­sen. Ich nei­ge üb­ri­gens da­zu, un­se­rem Nach­barn, der ab jetzt den Na­men „Mäu­se­flüs­te­rer“weg­hat, zu glau­ben. Es gibt ja Men­schen, die ei­nen ganz be­son­de­ren Draht . . . lez

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.