Wach­mann aus Au­schwitz mit 95 Jah­ren ge­stor­ben

Rheinische Post Moenchengladbach-Land - - POLITIK -

DETMOLD (epd) Ein Jahr nach sei­ner Ver­ur­tei­lung durch das Land­ge­richt Detmold ist der frü­he­re Au­schwit­zWach­mann Rein­hold Han­ning im Al­ter von 95 Jah­ren ge­stor­ben. Weil der Bun­des­ge­richts­hof nicht mehr über die Re­vi­si­on ent­schei­den konn­te, wird das Ur­teil nicht rechts­kräf­tig, wie Han­nings Rechts­an­walt Andre­as Schar­mer sag­te. Der frü­he­re SSWach­mann aus dem nord­rhein­west­fä­li­schen La­ge war we­gen Bei­hil­fe zum Mord in min­des­tens 170.000 Fäl­len zu fünf Jah­ren Haft ver­ur­teilt wor­den. Die Schwur­ge­richts­kam­mer des Land­ge­richts Detmold sah es als er­wie­sen an, dass Han­ning als Wach­sol­dat da­zu bei­ge­tra­gen hat, dass die tau­send­fa­chen Mor­de ge­sche­hen konn­ten. Han­ning hat­te zwar ein­ge­räumt, von Mas­sen­mor­den in Au­schwitz ge­wusst zu ha­ben. Er be­reue, ei­ner Or­ga­ni­sa­ti­on an­ge­hört zu ha­ben, die für den Tod un­schul­di­ger Men­schen ver­ant­wort­lich ge­we­sen sei. Ei­ne Be­tei­lung an den Mor­den be­stritt er je­doch.

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